Rundbrief: 11. Schwangerschaftswoche
Die kritische Phase ist vorbei
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Die kritische Entwicklungsphase Ihres Babys ist nun überstanden. Das bedeutet, dass die Gefahr einer Schädigung oder auch die Gefahr für angeborene Anomalien jetzt gesunken ist.
Ihr Baby beginnt bald seine neunte Lebenswoche mit einer Scheitel-Steiß-Länge von etwa 44 bis 60 Millimetern und einem Gewicht von ungefähr acht Gramm. Gegen Ende dieser Woche wird der Kopf fast die Hälfte der Körperlänge einnehmen. Unter den Augenlidern entwickeln sich die Regenbogenhäute der Augen. Die lebensnotwendigen Organe (Gehirn, Leber, Nieren, Lunge und Darm) sind soweit ausgebildet, dass sie ihre Aufgaben übernehmen können. Diese Organe wachsen während der restlichen Schwangerschaft weiter.
Die meisten Frauen haben bis zu dieser Schwangerschaftswoche etwa ein Kilogramm zugenommen. Da der Blutdruck sich verändert, können Sie Schwindel oder Mattheit empfinden. Wegen der erhöhten Blutmenge fühlen sich Ihre Hände und Füße vielleicht wärmer an als sonst.
Zeit der Anpassung
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Ab etwa dem dritten Monat der Schwangerschaft passt sich Ihr Körper allmählich an die Veränderungen der Schwangerschaft an. Die anfängliche Übelkeit und Müdigkeit lassen nach und die meisten Schwangeren fühlen sich in dieser Zeit wohl, gesund und voller Energie. Auch die körperlichen Veränderungen werden überwiegend positiv aufgenommen. Denn Bauch und Brüste haben noch nicht so sehr an Umfang zugenommen, dass dies als störend empfunden würde. Genießen Sie diese Zeit!
Hilfe - Schwangerschaftsstreifen!
Schwangerschaftsstreifen sind sichtbare, bläulich schimmernde Risse in der Unterhaut an Brust, Bauch, Hüfte und Gesäß. Sie treten bei 70 bis 90 Prozent aller Frauen während der Schwangerschaft auf. Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn Hautfasern durch die schnelle Dehnung während der Schwangerschaft aufreißen oder wenn Fasern durch die Hormonumstellung gespalten werden. Ursachen für die Hautrisse können sein:
- eine körperliche Veranlagung für schwaches Bindegewebe,
- eine Mehrlingsschwangerschaft, bei der die Haut besonders stark gedehnt wird,
- bestehendes Übergewicht und eine übermäßige Gewichtszunahme während der Schwangerschaft und
- wenig sportliche Aktivität.
Außerdem sind Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, eher von Schwangerschaftsstreifen betroffen als Frauen, die mit ihrem ersten Kind schwanger sind. Schwangerschaftsstreifen lassen sich nicht mit Medikamenten behandeln. Sind die farbigen Hautrisse erst einmal da, können sie nicht wieder entfernt werden. Damit die Risse im Bindegewebe nicht erst entstehen, sollten Sie schon jetzt vorbeugend aktiv werden.
Was Sie vorbeugend gegen Schwangerschaftsstreifen unternehmen können, sagen wir Ihnen auf dieser Seite.
Quellen:
Deans, Dr. A.: Die Schwangerschafts Bibel. Südwest, München 2007
Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Gräfe und Unzer, München 2007
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.schwanger-info.de (Stand Juli 2008)
Stadelmann, I.: Der Hebammen-Expertenrat. Stadelmann, Wiggensbach 2005
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 21.07.2009
