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Rundbrief: 10. Schwangerschaftswoche

Vom Embryo zum Fötus: Die Embryonalphase ist abgeschlossen

Mutter mit Kind

Foto: fstop

Ihr Baby wird jetzt acht Wochen alt. Es misst vom Scheitel bis zum Steiß etwa 31 bis 42 Millimeter und ist um die fünf Gramm schwer. Das Herz ist beinahe vollkommen entwickelt, die Nieren wandern an ihren Platz, die Lunge und der Magen-Darm Trakt wachsen weiter. Die Genitalien fangen an, sich zu bilden. Doch es ist noch viel zu früh, um erkennen zu können, ob Sie einen Jungen oder ein Mädchen erwarten. Im Mund Ihres Babys entwickeln sich jetzt zwanzig kleine Zahnknospen. Sogar das Nervensystem ist schon zu Reaktionen fähig.


In dieser Woche macht Ihr Kind einen wichtigen Schritt in seiner Entwicklung. Es lässt die Embryonalphase hinter sich und heißt ab jetzt Fötus. Ob sich sein winziger Körper bis jetzt ohne Komplikationen wie Fehlbildungen oder Chromosomenanomalien entwickelt hat, lässt sich durch verschiedene Untersuchungen feststellen.


Pränatale Diagnostik

Ultraschall

Foto: AOK-Mediendienst

Die pränatale (vorgeburtliche) Diagnostik soll erbliche Krankheiten oder Fehlbildungen beim ungeborenen Baby frühzeitig erkennen. Obwohl die meisten Kinder vollkommen gesund zur Welt kommen, sind fast alle Eltern in Sorge, dass ihr Kind eine Krankheit haben könnte. Die pränatale Diagnostik bietet daher unterschiedliche Möglichkeiten, bereits während der Schwangerschaft zu untersuchen, ob das Kind gesund ist. Bei Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Erbkrankheiten oder Chromosomenanomalien tragen, sind verschiedene Untersuchungen vorgesehen. Ob eine Frau zu einer Risikogruppe gehört, stellt der Gynäkologe bei der ersten Vorsorgeuntersuchung fest und empfiehlt gegebenenfalls eine humangenetische Beratung bei einem Facharzt oder in einer der zahlreichen Beratungsseinrichtungen.


Lesen Sie hier weiter und erfahren Sie unter anderem, welche Untersuchungen der pränatalen Diagnostik es gibt, welchen Nutzen sie bieten und mit welchen Risiken zu rechnen ist.


Eine Zusammenstellung der häufigsten Chromosomenstörungen finden Sie auf dieser Seite.


Gefühlschaos

Die hormonellen Veränderungen, die Sie im Moment durchmachen, wirken sich oft auf Ihre Gefühlswelt aus. Sie sind empfindlicher und reagieren vielleicht übertrieben auf harmlose Umstände. Diese Gefühle übertragen sich natürlich auch auf Ihren Fötus, der sogar darauf reagiert. Aber Sie können beruhigt sein: Ihre negativen Empfindungen wie Ängste oder Aufregungen schaden Ihrem Baby nicht. Bei ernsteren psychischen Problemen, wie Depressionen, sollten Sie sich dagegen möglichst frühzeitig professionell beraten lassen. Unser Selbsttest für Depressionen in der Schwangerschaft kann dabei helfen festzustellen, ob eine Depression vorliegt oder ob es sich um normale Gefühlsschwankungen während der Schwangerschaft handelt. Bei Verdacht auf Depressionen sollten Sie sich auf jeden Fall um professionelle Hilfe bemühen. Sprechen Sie ruhig Ihren Frauenarzt darauf an, er kann Sie an entsprechende Stellen verweisen.


Tipp: Vorsicht mit Medikamenten!

Tabletten

Foto: BananaStock

Fühlen Sie sich krank und brauchen Sie Medikamente? Denken Sie bei der Einnahme von Arzneimitteln immer daran, dass auch Ihr Kind die Wirkung der Medikamente zu spüren bekommt. Im Krankheitsfall sollten Sie alle weiteren Schritte daher immer mit Ihrem Arzt abklären. Er weiß, welche Wirkstoffe unbedenklich für Sie und Ihr Ungeborenes sind.


Vorab erhalten Sie hier einige Hinweise zur Einnahme von Schmerzmitteln während der Schwangerschaft.




Quellen:
Deans, Dr. A.: Die Schwangerschafts Bibel. Südwest, München 2007
Höfer, S. und Szász, N.: Hebammen Gesundheitswissen. Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Gräfe und Unzer, München 2007
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.schwanger-info.de (Stand Juli 2008)
Stadelmann, I.: Der Hebammen-Expertenrat. Stadelmann, Wiggensbach 2005

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 06.05.2009
 
 
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