Kinder: Mut zum Risiko
Warum Kinder auch einmal etwas wagen müssen
Risikoforscher sind sich sicher: Heute ist das Leben für Kinder ungefährlicher als noch in früheren Generationen. Eltern teilen diese Einschätzung offenbar nicht. Bei einer wissenschaftlichen Befragung im Auftrag des bayrischen Gesundheitsministeriums, in der bestimmte Lebensrisiken beurteilt werden mussten, lagen Eltern und Experten oft extrem auseinander. „Es scheint so, dass Eltern heutzutage mehr Angst um ihre Kinder haben als noch vor 30 oder 40 Jahren“, bestätigt Dr. Eva-Verena Wendt, Psychologin und Familienforscherin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, im Apothekenmagazin „BABY und Familie“.
Kinder bräuchten eigene Erfahrungen, um sich zu selbstständigen, gesunden Persönlichkeiten zu entwickeln. „Und das sind manchmal halt auch schlechte“, resümiert die Psychologin. Mangelnde eigene Erfahrungen sind es wohl auch, die Eltern so ängstlich machen: Schon die heutige Generation von Vätern und Müttern kann nicht selbstverständlich auf traditionelle Erfahrungen zurück greifen, die in Familien früher weitergegeben wurden. Medien – heute besonders das Internet - sind ihre kollektive Erfahrung. „Man sollte sich klarmachen, dass die Medien oft nur die schlimmen Folgen einer möglichen Gefahr zeigen“, sagt der Risikoforscher Prof. Dr. Ortwin Renn von der Universität Stuttgart. Er rät ganz unwissenschaftlich, öfter einmal dem Bauchgefühl zu folgen.
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Pressemitteilung des Wort & Bild Verlags: Mut zum Risiko. 12.Mai 2011
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 23.05.2011
