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EHEC-Schnelltest entwickelt

Nachweis des Erregers innerhalb von vier Stunden möglich

Wegen der EHEC-Gefahr wird geraten, vorübergehend auf Rohkost zu verzichten

Wegen der EHEC-Gefahr wird geraten, vorüber- gehend auf Rohkost zu verzichten (Foto: 5 am Tag)

Innerhalb von nur einer Woche ist es Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster um Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch am Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster gelungen, den genauen Erregertyp des aktuellen Ausbruchs zu identifizieren und anschließend einen Bestätigungstest für HUSEC041 (O104:H4) zu entwickeln. Der Test steht seit Montagabend (30. Mai 2011) zur Verfügung und kann von allen Laboren, die weiterhin die reguläre Diagnostik für ihre Patienten durchführen sollen, in Ergänzung dazu eingesetzt werden. Er kann auch bei verdächtigen Isolaten aus Lebensmitteln oder Umweltproben zur Bestätigung verwendet werden.

Prof. Karch: "Mit dem Test kann der Nachweis erbracht werden, ob eine Person mit dem aktuellen EHEC-Erreger infiziert ist. Dabei wird in den Proben nach vier Genen gesucht, die in ihrer Kombination so nur bei dem aktuellen Ausbruchsstamm HUSEC041 (O104:H4) auftreten. Sind alle vier Gene vorhanden, ist eine Infektion hiermit nachgewiesen. Sind diese Gene nicht vorhanden, kann eine Infektion mit dem Erregerstamm des aktuellen Ausbruchs schnell ausgeschlossen werden."

Für die Patientenversorgung in den Kliniken ist die schnelle Bestätigung oder auch der Ausschluss einer Infektion mit HUSEC041 von enormer Bedeutung. So besteht schnell absolute Gewissheit für die behandelnden Mediziner und natürlich die betroffenen Personen und ihre Angehörigen. Zudem sei der Test gerade im Hinblick für die weitere Patientenbeobachtung von immenser Bedeutung, erklärt der Dekan der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Wilhelm Schmitz: "Falls ein Patient z.B. als gesund aus dem Krankenhaus entlassen wird, stellt sich natürlich die Frage, ob dieser Mensch eventuell auch weiterhin die Infektion an seine Mitmenschen weitergeben kann. Dabei geht es besonders um die Frage: Wie lange sind Patienten infektiös? Durch regelmäßige Stuhlproben kann durch den Test schnell verfolgt werden, ob und wie lange auch wieder genesene Menschen den Erreger übertragen oder z.B. Lebensmittel kontaminieren könnten. Das ist eine extrem wichtige Grundlage für mögliche Schutzmaßnahmen, um etwa Übertragungen von Mensch zu Mensch zu vermeiden." Weitere Informationen finden Interessierte unter http://www.ehec.org.



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Pressemitteilung des Universitätsklinikums Münster: EHEC-Schnelltest: "Nachweis innerhalb von vier Stunden möglich". 31.Mai 2011

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 01.06.2011
 
 
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