Nachgeburtsphase
Die Nachgeburtsphase, die letzte der Geburtsphasen, beginnt, nachdem das Baby geboren ist. Sie beginnt mit dem Abnabeln des Kindes und dauert bis zur Ausstoßung der Plazenta.
Der Mutterkuchen, auch als Nachgeburt bezeichnet, und die Eihäute mit der anhängenden Nabelschnur werden ausgestoßen. Kurz nach der Geburt des Kindes, innerhalb von etwa fünf Minuten, treten deshalb noch einmal Wehen auf, die meist schmerzlos sind. Während sich die Uterusmuskulatur zusammenzieht, löst sich die Plazenta von ihrer Haftfläche. Dabei kommt es zu einer Blutung aus den eröffneten Blutgefäßen. Die kräftigen Gebärmutterkontraktionen (Nachwehen) und die sofort einsetzenden Gerinnungsvorgänge sorgen jedoch für einen schnellen Verschluss der mütterlichen Gefäße.
Um die Ausstoßung der Plazenta zu unterstützen und den Blutverlust gering zu halten, verabreichen einige Ärzte routinemäßig nach der Entbindung ein Wehenmittel, das dem Oxytocinhormon entspricht.
Normalerweise wird das Hormon Oxytocin vom Körper nach der Geburt verstärkt produziert, wenn das Baby - unmittelbar nach der Geburt - zum Stillen angelegt wird.
Nach spätestens 30 Minuten sollte dann auch die Plazenta geboren sein. Sie wird auf ihre Vollständigkeit hin untersucht, denn zurückgebliebene Reste der Nachgeburt können schwere Komplikationen hervorrufen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 07.04.2008
