Anzeige

Nabelschnurblut aufbewahren: Neuer Trend in Deutschlands Kreissälen

Nabelschnurblut kann nur während der Geburt entnommen werden

Stammzellen werden aus dem Nabelschnurblut nach der Geburt entnommen werden
(Quelle: VITA 34)

Immer mehr Eltern entscheiden sich für eine Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut - sei es zur Gesundheitsvorsorge fürs eigene Kind oder als Spende. Was steckt dahinter und was ist dran an den vermeintlichen Wunderzellen im Nabelschnurblut? Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen.


Was sind Stammzellen und was ist das Besondere am Nabelschnurblut?

Aus Stammzellen entsteht das Leben. Dass aus der Eizelle ein Kind wird, ist Aufgabe von Stammzellen. Und sie reparieren und regenerieren ein Leben lang unseren Körper, z. B. bei Knochenbrüchen oder Hautabschürfungen. Im Nabelschnurblut sind viele Millionen wertvoller Stammzellen enthalten, die immer häufiger zur Therapie von schweren Erkrankungen genutzt werden. So werden Stammzellen schon seit fast einem halben Jahrhundert vor allem bei schweren Krebserkrankungen oder Blutbildungsstörungen eingesetzt und seit einigen Jahren auch im Rahmen der Regenerativen Medizin, z.B. bei Kindern mit Herzfehlern, Diabetes oder Hirnschädigungen.

Dabei sind die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut besonders interessant für die Medizin, denn sie sind die jüngsten Stammzellen und haben besonders viele Fähigkeiten in Sachen Reparatur und Regeneration. Und das Beste daran: Man kann die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ganz einfach nach der Geburt gewinnen. Das ist für Mutter und Kind ohne Risiko und - im Gegensatz zu den embryonalen Stammzellen - ethisch völlig unbedenklich. Nabelschnurblut wurde bislang ca. 10.000 mal angewendet, davon etwa 150 mal das eigene.


Ich möchte das Nabelschnurblut aufbewahren. Wie geht das?

Werdende Eltern, die das Nabelschnurblut ihres Kindes aufbewahren möchten, haben mehrere Möglichkeiten:


  • Sie spenden das Nabelschnurblut an eine öffentliche Spendebank. Das geht in ca. 270 Kliniken in Deutschland
  • Sie lagern das Nabelschnurblut bei einer privaten Nabelschnurblutbank ein, was flächendeckend möglich ist
  • Sie wählen eine Kombination aus Spende und Eigenvorsorge (bei einigen privaten Anbietern möglich)

Wer das Nabelschnurblut spendet, kann dies kostenfrei tun. Die Stammzellen werden dann für kranke Patienten in der ganzen Welt bereitgestellt. Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Nabelschnurblut mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einer Erkrankung des eigenen Kindes nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Eine Einlagerung bei einer privaten Nabelschnurblutbank kostet zwischen 1.900 und 2.400 Euro (inklusive einer Lagerdauer von 20 Jahren). Die Eltern schließen vor der Geburt einen Vertrag mit einem Anbieter ab und erhalten dann alles für die Entnahme notwendige rechtzeitig nach Hause zugeschickt. Das Paket nehmen sie dann zur Geburt einfach mit in die Klinik.

Hier können Sie prüfen, welche Klinik in Ihrer Nähe die Nabelschnurblut-Entnahme oder -Spende anbietet.


Wie läuft die Entnahme ab und was passiert dann mit dem Blut?

Das Nabelschnurblut wird nach der Entnahme eingefroren
(Quelle: VITA 34)

Die Ärzte und Hebammen in den Kliniken sind geschult und wissen genau, was zu tun ist. Direkt nachdem das Kind abgenabelt wurde, wird aus dem noch mit der Plazenta verbundene Nabelschnurrest das Blut entnommen und in einem Blutbeutel aufgefangen. Im Schnitt sind das 80ml. Auch von der Mutter wird eine kleine Menge Blut für Tests abgenommen. Der Blutbeutel kommt dann mit allen notwendigen Papieren in eine Styroporbox und wird dann von einem Kurier umgehend ins Labor transportiert. Weil Nabelschnurblut bei seiner Anwendung quasi ein Medikament ist, wird jeder Schritt genauestens dokumentiert und diverse Tests am Blut durchgeführt. In dem Laborräumen herrschen Reinraumbedingungen, so dass das Blut nicht kontaminiert werden kann. Meist schon weniger als 24 Stunden nach der Geburt lagern die Stammzellen bei -196 Grad in Stickstofftanks und sind hier jahrzehntelang haltbar.


Weitere Informationen zum Thema Nabelschnurblut:

http://www.nabelschnurblut-4you.de
http://www.nabelschnurblut-experten.de
http://www.nabelschnurblut-wiki.de
http://www.nabelschnurblut-tv.de/
http://www.nabelschnurblut.org


Fordern Sie hier kostenfrei und unverbindlich Ihre Infobroschüre über die Einlagerung von Nabelschnurblut an

Lesen Sie hier mehr über den Einsatz von Nabelschnurblut in der Medizin

Hier können Sie sich mit einer Expertin austauschen

Lesen Sie hier ein Experteninterview

 

Autor: Qualimedic.com AG/VITA 34 
Letzte Änderung am: 20.04.2009