Morning-after-pill
Die Morning-after-pill (Gestagenpräparate wie duofem, Levogynon) ist ein Medikament, das als postkoitale Schwangerschaftsverhütung angewendet werden kann.
Wirkungsweise der
Morning-after-pill
Die Morning-after-pill verzögert oder verhindert den Eisprung
und behindert die Einnistung der befruchteten Eizelle. Die Einnahme
muss möglichst bald nach dem Geschlechtsverkehr, am besten
innerhalb von 24 Stunden, maximal jedoch 72 Stunden später,
erfolgen. Achten Sie auf die Dosierungsanweisungen der Hersteller.
Diese Pille ist ein hochdosiertes Gestagen-Präparat.
Die "Pille danach" kann zum Abgang einer bereits befruchteten
Eizelle führen. Da sich die Eizelle aber noch nicht in der
Gebärmutter eingenistet hat, gilt die Gabe der Pille
entsprechend § 218 des Strafgesetzbuches (StGB) nicht als
Abtreibung. Die Morning-after-pill ist verschreibungs- und
apothekenpflichtig und sollte nur in Ausnahmefällen angewendet
werden, z.B. bei Vergewaltigungsopfern. Die "Pille danach" hat
keine Wirkung auf eine bestehende Schwangerschaft.
Alternativen
Eine Schwangerschaft kann auch kurz nach dem ungeschützten
Geschlechtsverkehr mit mechanischen Mitteln abwendet werden: Mit
Hilfe der Morning-after-Spirale kann
verhindert werden, dass sich eine eventuell befruchtete Eizelle in
die Gebärmutter einnistet.
Das Medikament RU 486 (Mifegyne) ist in Deutschland für den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch zugelassen, keinesfalls für die Nachverhütung.
Bitte beachten Sie: Das Bundesministerium für Familie und Senioren (BMFuS) weist darauf hin, dass die "Morning-after-Pille" und die "Morning-after-Spirale" ethisch umstritten sind. Die Nachverhütung sollte sorgsam von einem Schwangerschaftsabbruch unterschieden werden.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
