Medizinisch kontrollierte Geburt
Die wachsenden technischen Möglichkeiten der Kontrolle und Beeinflussung des Geburtsvorgangs haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die natürlichen Bedürfnisse von Mutter und Kind oftmals den technischen Ansprüchen des Klinikpersonals untergeordnet wurden. Bei der medizinisch kontrollierten Geburt, die in vielen Kliniken der Standard ist, übernimmt das Personal - und nicht die Mutter - die Steuerung der Geburt.
Vorteile der kontrollierten Geburt
Der Vorteil einer kontrollierten Geburt besteht darin, dass Mutter
und Kind optimal überwacht und kontrolliert werden. Die Geburt
wird in der Regel so geplant, dass genügend Personal im
Kreißsaal vorhanden ist und der Schwangeren ein häufiger
Wechsel von Betreuungspersonal erspart bleibt.
Allerdings wird kein Rücksicht auf die natürlichen Anzeichen und Bedürfnisse von Mutter und Kind genommen.
Wie verläuft eine kontrollierte Geburt?
Die Geburt wird meist durch eine Blasensprengung eingeleitet. Ist zum
Zeitpunkt der Geburtseinleitung am Muttermund noch keine
Geburtsbereitschaft (Erweichung und Öffnung) festzustellen,
wird die Zervixreife mit Prostaglandinen herbeigeführt.
Auf diese Weise bestimmt die Ärztin Zeitpunkt und Dauer der Geburt. Oftmals benötigen die Frauen, die eine kontrollierte Geburt wünschen, eine höhere Dosis an Medikamenten und Schmerzmitteln.
Eine Variante - der Kaiserschnitt
Eine Variante der kontrollierten Geburt ist der geplante "Kaiserschnitt auf Wunsch". Die
Befürworterinnen streben mit dem geplanten "Kaiserschnitt auf
Wunsch" eine sichere Entbindung an. Es wird versucht, die
Unwägbarkeiten einer Geburt durch "Geburtsmanagement"
auszuschließen, während die natürliche Geburt immer auch
gewisse Überraschungen mit sich bringen kann.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
