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Empfängnisverhütung durch den Mann

Empfängnisverhütung durch den Mann
Kondome - der Klassiker der Empfängnisverhütung durch den Mann
(c) iStockphoto/IPGGutenbergUKLtd

In der Sexualität sollten sich beide Partner gemeinsam um die Empfängnisverhütung kümmern.

Männern und Frauen stehen dazu unterschiedliche Mittel zur Verfügung. Während Frauen zum Beispiel durch die Pille oder mit der Spirale verhüten können, gibt es für den Mann zwei Methoden zur Empfängnisverhütung: Die Verwendung von Kondomen (Präservativen) und die Sterilisation (Vasektomie) durch eine Operation.

Die Sicherheit einer Methode zur Empfängnisverhütung wird dem Pearl-Index bewertet. Die jeweilige Methode wird auf ihre Sicherheit während 12 Monaten Anwendung geprüft. Der Pearl-Index der Mikropille beispielsweise beträgt 0,2 bis 0,5. Das bedeutet, dass im Durchschnitt 0,2 bis 0,5 von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie ein Jahr lang auf diese Art und Weise verhüten.

Kondome

Kondome bestehen aus dünnem Kautschuk oder Latex und werden vor dem Geschlechtsverkehr über das erigierte Glied gestreift. Wenn es zu einem Samenerguss kommt, wird die Samenflüssigkeit durch das Kondom aufgefangen und gelangt nicht in die Scheide der Frau. Einige Kondome sind innen zusätzlich mit einem Spermizid beschichtet. Diese Substanz dient dazu, Spermien abzutöten.

Ein Kondom schützt so vor einer ungewollten Schwangerschaft und verhindert gleichzeitig die Übertragung von Geschlechtskrankheiten wie HIV oder Syphilis.

Bei korrekter Anwendung beträgt der Pearl-Index für Präservative 0,4 bis 2. Das bedeutet, dass von 100 Frauen bis zu zwei Frauen innerhalb eines Jahres schwanger werden, obwohl der Partner mit dem Kondom verhütet. Dieser Wert entsteht durch häufige Anwendungsfehler, welche zu einer Beschädigung oder zum vorzeitigen Abrutschen des Kondoms während des Geschlechtsverkehrs führen können.

Sterilisation (Vasektomie)

Bei einer Sterilisation (Vasektomie) werden in einem operativen Eingriff die Samenleiter des Mannes durchtrennt. Dazu wird unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose der Hodensack durch zwei kleine Einschnitte geöffnet und ein jeweils etwa zwei bis drei Zentimeter langes Stück aus den beiden Samenleitern entfernt. Die Enden werden abgebunden und durch eine Naht oder Verödung verschlossen.

Eine Vasektomie führt nicht zu einer sofortigen Zeugungsunfähigkeit, da sich noch Spermien in der gespeicherten Samenflüssigkeit befinden. In den ersten Monaten nach dem Eingriff ist also eine zusätzliche Verhütung zum Beispiel mit Kondomen notwendig. Ebenso müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, bis in einem Spermiogramm keine Spermien mehr nachgewiesen werden können.

Eine Sterilisation sollte nur dann durchgeführt werden, wenn der betroffene Mann und seine Partnerin mit der Familienplanung abgeschlossen haben, da der Eingriff in 50 bis 70 Prozent der Fälle nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Eine Möglichkeit, für einen erneuten oder weiteren Kinderwunsch vorzusorgen, ist die Kyrokonservation des Spermas. Dazu wird eine Samenspende des Mannes durch Einfrieren aufbewahrt und kann in der Zukunft der Frau über die künstliche Befruchtung eingesetzt werden.

Die Vasektomie ist sehr sichere Methode. Der Pearl-Index einer Sterilisation beträgt 0,2 bis 0,5.

Unsichere Methoden zur Empfängnisverhütung

Mitunter wird der so genannte Koitus interruptus als Methode zur Empfängnisverhütung angewandt. Dieses Vorgehen bedeutet, dass der Mann sich während des Geschlechtsakts kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide der Frau zurückzieht. Diese Methode ist unter anderem deswegen sehr unzuverlässig, da bereits vor dem Samenerguss mit dem so genannten Lusttropfen Spermien austreten können. Der Pearl-Index liegt hier bei zehn bis 38.

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Letzte Aktualisierung: 12. November 2015

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