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Kontaktlinsen in der Schwangerschaft

Die Trageeigenschaften von Kontaktlinsen können sich in der Schwangerschaft verändern

Die Trageeigenschaften von Kontaktlinsen können sich in der Schwangerschaft verändern (Foto: misterspex.de)

In der Schwangerschaft und während der Stillzeit verändert sich der Körper. Auch die Augen werden oft von dieser Umstellung beeinflusst. Vor allem Kontaktlinsenträgerinnen müssen sich daher auf eine andere Handhabung ihrer Sehhilfen einstellen. Stefanie Berger, Optikerin bei Mister Spex, Deutschlands größtem Online-Händler für Markenbrillen, erläutert mögliche Symptome und Ursachen für einen schlechteren Seh- und Tragekomfort von Kontaktlinsen. Hier sind ihre Tipps zur Linderung möglicher Beschwerden.

Welche Auswirkungen hat die hormonelle Umstellung des Körpers durch die Schwangerschaft auf die Augen?

In einer Schwangerschaft befindet sich der Körper in einer hormonellen Ausnahmesituation. Der veränderte Hormonhaushalt wirkt sich auch auf die damit verbundenen Stoffwechselvorgänge aus, auch die Augen können davon betroffen sein. Nicht selten kommt es zu Symptomen wie Trockenheitsgefühl und einem verschlechterten Tragekomfort von Kontaktlinsen. Diese Beeinträchtigungen sind in der Regel vorübergehend und verschwinden allerspätestens nach Ende der Stillzeit wieder.

Was sind die Ursachen für einen verminderten Tragekomfort von Kontaktlinsen?

Wassereinlagerungen im Körper verursachen Schwellungen oder auch Ödeme, die im Bereich der Augenlider zu einem unangenehmen Schweregefühl führen können. Dadurch entsteht der Eindruck, dass sich die Kontaktlinsen leicht verschieben. Ein Druckgefühl beim Tragen von Kontaktlinsen kann auch dadurch verursacht werden, dass sich die Zusammensetzung und die Menge der Tränenflüssigkeit verändert. Das kann eine Trockenheit des Auges und leichte Bindehautreizungen verursachen und damit zusätzliche Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen auslösen.

Kann sich die Sehkraft während der Schwangerschaft verschlechtern?

Wasseransammlungen können auch die Hornhaut beeinträchtigen. Das kann eine höhere Licht- bzw. Blendempfindlichkeit sowie vermindertes Kontrastsehen zur Folge haben. Zusätzlich können sich sowohl die Dicke als auch die Krümmung der Hornhaut vorübergehend geringfügig verändern. Dadurch kann es zu einer zeitweiligen Verschlechterung der Sehfähigkeit kommen. Insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft kann sich die Sehschärfe im Durchschnitt zwischen einer viertel bis einer halben Dioptrie verändern.

Fünf Tipps: Was kann frau selbst zur Linderung der Beschwerden tun?

  1. Lassen Sie Ihre Kontaktlinsen nicht länger im Auge als nötig und tauschen Sie sie öfter für ein paar Stunden gegen Ihre Brille aus.
  2. Befeuchten Sie die Augen regelmäßig mit Nachbenetzungstropfen, um das Trockenheitsgefühl zu lindern. Achten Sie jedoch darauf, dass die Tropfen für Kontaktlinsenträger geeignet sind.
  3. Lassen Sie beim Optiker den Sitz der Kontaktlinsen kontrollieren und gegebenenfalls neu anpassen.
  4. Wechseln Sie unter Umständen in Absprache mit dem Optiker auf einen Linsentyp mit verlängerter Tragezeit und erhöhter Sauerstoffdurchlässigkeit und gegebenenfalls auch auf ein verbessertes Pflegemittel. Das erhöht den Tragekomfort Ihrer Linsen.
  5. Im Kreißsaal ist es aus verschiedenen Gründen empfehlenswert, auf Kontaktlinsen komplett zu verzichten. Teilweise überschreitet die Dauer der Geburt die empfohlene Tragezeit der Linsen. Zudem sind viele Frauen nach der Geburt auch zu schwach, um die Linsen herauszunehmen oder vergessen es einfach. Nicht zuletzt ist es im seltenen Fall einer Komplikation, die eine Narkose erfordert, besser, keine Linsen im Auge zu haben.


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Quelle: Pressemitteilung der Mister Spex GmbH: Kontaktlinsen in der Schwangerschaft. 13.September 2011

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 26.09.2011
 
 
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