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Östrogen

Östrogen
Östrogen wird hauptsächlich in der ersten Zyklushälfte produziert.
Getty Images/Wavebreak Media

Die Produktion des Hormons Östrogen (Östradiol, Östron und Östriol) ist bei der Frau zyklusabhängig.

Wann wird Östrogen gebildet?

Östrogen wird hauptsächlich in der ersten Zyklushälfte unter dem Einfluss des follikelstimulierenden Hormons (FSH) in den Eierstöcken gebildet. In der zweiten Zyklushälfte nimmt die Östrogenproduktion wieder ab.

Was bewirken Östrogene?

Östrogene fördern die Reifung einer befruchtungsfähigen Eizelle, deren Transport und Einnistung in die Gebärmutter. Durch Östrogen wächst die Gebärmutterschleimhaut und wird gut durchblutet, der Muttermund öffnet sich und das Gebärmutterhalssekret wird durchlässig für Spermien. Östrogen signalisiert der Hypophyse die Eizellreife und löst damit indirekt den Eisprung aus.

Östrogene wirken auch auf das Wachstum der Brustdrüsen und auf die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale. Zusammen mit Progesteron und den Gonadotropinen sind sie für den normalen Ablauf des Menstruationszyklus verantwortlich.

Während der Schwangerschaft wird Östrogen auch in der Plazenta gebildet. Nachdem sich der Embryo in der Uteruswand eingenistet hat, sind er selbst und die Plazenta Hauptlieferanten des Östrogens. Die Östrogen- und Progesteronkonzentration erhöht sich in der Schwangerschaft schnell. Die an einem einzigen Tag während der Schwangerschaft produzierte Östrogenmenge ist genauso hoch ist wie die einer Nichtschwangeren innerhalb von drei Jahren.

Weitere Wirkungen von Östrogenen

  • Während der Entbindung fördert Östrogen die Kontraktionsbereitschaft des Uterus.
  • Beim Erwachsenen bewirkt Östrogen die Stimulation des Geschlechtstriebes.
  • Östrogen unterstützt den Knochenaufbau und wirkt sich günstig auf den Fettstoffwechsel aus.
  • Auch bei Männern werden geringe Mengen Östrogen in den Hoden und der Nebennierenrinde gebildet.
  • Östrogene sind auch in einigen Pflanzen nachgewiesen worden (z.B. Granatapfel, Palmkerne, Weidenkätzchen).
  • Östrogene und verwandte Verbindungen wurden trotz Verbot gelegentlich in der Tiermast, besonders der Kälbermast, zur Steigerung des Masterfolges eingesetzt.
  • Nach der Menopause hört die Östrogenproduktion im weiblichen Körper auf.

Abbauprodukt von Östrogen

Östron 3 Glucuronid ist ein im Urin erscheinendes Abbauprodukt von Östrogen. Von Beginn des Zyklus an steigt die Konzentration dieses Hormons konstant an und erreicht ihren Höchstwert im Durchschnitt 24 Stunden vor dem Eisprung. Die Östrogenmenge im Urin wird von verschiedenen Zykluscomputern bei Kinderwunsch beziehungsweise zur Empfängnisverhütung nachgewiesen und ausgewertet.

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Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2015

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