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Sonntag, 26. März 2017
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Pille absetzen: Schwanger werden nach dem Absetzen von Verhütungsmitteln

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Pille abgesetzt und gleich schwanger? Das ist leider nicht selbstverständlich
Getty Images/BananaStock RF

Wie schnell eine Frau nach dem Absetzen der Pille oder eines anderen Verhütungsmittels schwanger werden kann, ist von vielen Voraussetzungen abhängig.

Schwanger werden nach dem Absetzen von Verhütungsmitteln, meist nach der Pille, ist für viele Paare mit Kinderwunsch das Ziel. Wie schnell eine Frau nach dem Absetzen eines Verhütungsmittels schwanger werden kann, ist von dem verwendeten Verhütungsmittel und den persönlichen Voraussetzungen abhängig. Besteht ein Kinderwunsch, ist es also sinnvoll, auch frühzeitig an das Absetzen des Verhütungsmittels zu denken beziehungsweise sich frühzeitig für die passende Verhütungsmethode zu entscheiden. Möchte eine Frau beispielsweise innerhalb der nächsten zwölf Monate schwanger werden, ist es nicht sinnvoll, sich für eine Hormonspirale zu entscheiden, die über mehrere Jahre im Körper verbleibt.

Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Pille

Zu den hormonellen Verhütungsmethoden zählen

Die am weitesten verbreitete Methode zur Empfängnisverhütung ist die Pille. Auch wenn sie über einen längeren Zeitraum eingenommen wurde, kann die Frau nach dem Absetzen bereits nach kurzer Zeit schwanger werden. Die Fruchtbarkeit wird durch die lange Einnahme nicht beeinflusst. Es kommt jedoch vor, dass Frauen mit Kinderwunsch bis zu sechs Monate warten müssen, bis sich ihr Zyklus wieder normalisiert hat. Treten nach dem Absetzen der Pille Unregelmäßigkeiten im Zyklus auf, ist dies in der Regel nicht auf das Absetzen des Verhütungsmittels zurückzuführen. Meist bestanden die Probleme bereits vor der Pilleneinnahme und wurden durch die hormonelle Umstellung ausgeglichen. Auch wenn zur Verhütung ein Pflaster oder der Vaginalring (Nuva Ring) verwendet wurden, kann es einige Zeit dauern, bis sich wieder ein natürliches hormonelles Gleichgewicht bildet. Ausbleibende, unregelmäßige oder stärkere Monatsblutungen sind in dieser Zeit normal.

Beim Einsetzen der Hormonspirale entscheiden sich Frauen für die nächsten fünf Jahre für eine Verhütungsmethode, die nicht eigenmächtig abgesetzt werden kann. Hierzu ist ein Termin beim Gynäkologen erforderlich. Nach Absetzen der Hormonspirale sind Frauen relativ schnell wieder fruchtbar und können auch schwanger werden. Der Zyklus kann sich bereits nach einem Monat wieder normalisieren.

Bei der Dreimonatsspritze wird der Frau das Hormonpräparat in den Gesäßmuskel gespritzt. Diese Prozedur wird alle drei Monate wiederholt. Die Verhütung wirkt 90 Tage lang und kann daher nicht spontan abgesetzt werden. Nach einer Injektion kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sich der normale Zyklus wieder einpendelt und die Frau wieder fruchtbar ist.

Mit dem Hormonimplantat entscheiden sich Frauen für die nächsten drei Jahre für eine Verhütungsmethode. Das Hormonimplantat kann allerdings auch auf Wunsch vorzeitig von einem Arzt entfernt werden. Nach Absetzen des Hormonimplantats normalisiert sich der Zyklus in der Regel schneller als beim Absetzen der Dreimonatsspritze.

Verzicht auf Barrieremethoden und chemische Mittel zur Verhütung

Zu den Barrieremethoden der Verhütung zählen das Kondom, das Diaphragma und das Kondom für die Frau. Chemische Mittel sind Cremes, Zäpfchen oder Gele, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingebracht werden. Frauen, die normalerweise auf eine Barrieremethode oder ein chemisches Mittel zur Verhütung vertrauen und diese nicht mit einer hormonellen Verhütungsmethode kombinieren, können theoretisch bereits beim ersten Geschlechtsverkehr ohne Verhütung schwanger werden. Voraussetzung hierfür ist, dass beide Partner gesund sind und der Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen der Frau stattfindet.

Unsere Zyklus-Eisprungkalender- App ist für Android hier erhältlich.

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Letzte Aktualisierung: 16. Januar 2017
Quellen: Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln: www.schwanger.info.de (Stand: September 2014); Breckwoldt, M. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Thieme, Stuttgart 2012; profamilia, Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. (Hrsg.).: Verhütungsmethoden. Hormonale Langzeitverhütung. Frankfurt am Main. 2002

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