Tripper (Gonorrhö) in der Schwangerschaft
Tripper (Gonorrhoe) ist eine Infektionskrankheit, die durch sexuellen Kontakt übertragen wird und heute ihren Schrecken verloren hat, da man sie problemlos mit Antibiotika behandeln kann.
Symptome
Tripper zeigt bei Frauen und
Männern
unterschiedliche Symptome und kann sogar lange unerkannt bleiben,
weil er häufig symptomarm verläuft.
Tödliche Gefahr in der
Schwangerschaft
Eine Gonorrhoe-Infektion während der Schwangerschaft kann zu
einem frühzeitigen
Blasensprung und somit zu einer Fehlgeburt führen. Bei einer Infektion
des Föten kann es zu einer Sepsis (Blutvergiftung) mit
tödlichem Ausgang kommen.
Gonorrhoe der Mutter während der
Geburt
Wird ein Kind einer erkrankten Mutter
während der Geburt durch infizierte
Geburtswege angesteckt, dann sind vor allem die Augen des
Neugeborenen gefährdet. Es kann innerhalb weniger Tage
erblinden, wenn die Infektion unbemerkt und unbehandelt bleibt.
Geburtshelfer in Deutschland sind deshalb bis vor einigen Jahren
verpflichtet gewesen, gleich nach der Geburt allen Babys
vorsorglich ein Gegenmittel, Augentropfen
aus Silbernitrat, in die Augen zu tropfen. Diese sogenannte
Blennorrhoe-
oder Crédé'sche Augenprophylaxe wird
heute immer noch in den meisten Krankenhäusern und von den
meisten Hebammen prophylaktisch
durchgeführt. Wenn die werdende Mutter sich jedoch hat
untersuchen lassen und erwiesenermaßen nicht an Gonorrhoe
erkrankt ist, kann sie die Geburtshelfer entsprechend informieren
und verlangen, dass diese Augenprophylaxe nicht durchgeführt
wird.
Da Gonorrhoe beim ungeborenen Kind zu schwerwiegenden Problemen führen kann, wird bei der ersten Vorsorgeuntersuchung routinemäßig ein Abstrich genommen und dieser auf Gonorrhoe-Erreger untersucht.
Die sicherste Maßnahme
zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten
ist die Benutzung von Kondomen.
 
Allgemeine Informationen zur Gonorrhoe
Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 17.09.2007
