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Donnerstag, 30. März 2017
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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs (Mammakarzinom)
Zur Vorbeugung von Brustkrebs empfiehlt sich, regelmäßig die Brust abzutasten
(c) iStockphoto/gilaxia

Unter Brustkrebs versteht man eine bösartige Gewebeneubildung der Brustdrüse. Brustkrebs ist die häufigste Krebsform bei Frauen und kann auch (sehr selten) in der Schwangerschaft vorkommen.

Die weibliche Brustdrüse besteht aus Drüsenläppchen (Lobuli). Ihre Funktion ist die Bildung von Muttermilch, die über die Gänge (Ductuli) zur Brustwarze gelangt. Brustkrebs kann von den Läppchen ausgehen und wird dann als lobuläres Karzinom bezeichnet. Einen bösartigen Tumor der Brust, der von den Milchgängen ausgeht, nennt man duktales Karzinom.

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebsart bei Frauen. Bei etwa 30 Prozent der neu diagnostizierten Fälle von Krebs bei Frauen handelt es sich um Brustkrebs. In Deutschland erkranken nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts pro Jahr etwa 70.000 Frauen an Brustkrebs. Knapp 30 Prozent der betroffenen Frauen sind jünger als 55 Jahre. Dagegen wird Brustkrebs bei nur etwa einem von 620 Männern im Jahr festgestellt.

Schätzungsweise in einer von 5.000 Schwangerschaften tritt Brustkrebs auf. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen liegt zwischen 32 und 38 Jahren. Weil immer mehr Frauen im höheren Alter ein Kind bekommen, wird die Zahl der Schwangeren, bei denen ein Brustkrebs auftritt, wahrscheinlich in den nächsten Jahren ansteigen.

Ursachen von Brustkrebs

Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind noch nicht geklärt, ein Teil der bösartigen Tumoren der Brust ist aber genetisch bedingt. Mehrere Genmutationen, die Brustkrebs hervorrufen können, sind bekannt (BRCA1- und BRCA2-Gen). Es gibt Familien, in denen Brustkrebs sehr gehäuft vorkommt. Mitglieder solcher Familien kann man auf Genveränderungen untersuchen und in gewissem Maße Vorhersagen über die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, treffen.

Brustkrebs: Risikofaktoren

Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen fördert die Entstehung von Brustkrebs. Wirkt Östrogen lange auf den Körper - wie beispielsweise bei langjähriger Einnahme von Hormonpräparaten bei Wechseljahrsbeschwerden - ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöht. Auch eine frühe erste Monatsblutung und später Eintritt in die Wechseljahre sowie Kinderlosigkeit gelten als Risikofaktoren für Brustkrebs.

Auch Übergewicht kann bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen. So haben Übergewichtige häufig einen erhöhten Insulinspiegel, der über verschiedene Wege den Östrogenspiegel ansteigen lassen kann. Übergewicht und vor allem das sogenannte Bauchfett können also die Östrogenproduktion fördern.

Alkohol fördert die Entstehung von Brustkrebs, vor allem in Verbindung mit Nikotin, ebenfalls. Man geht davon aus, dass bestimmte Inhaltsstoffe im Alkohol im Körper Acetaldehyd bilden, einen Stoff, der krebserzeugend sein kann. Zudem wirkt sich Alkohol ebenfalls auf den weiblichen Hormonhaushalt aus und führt unter anderem zu einer Erhöhung des Östrogenspiegels.

Symptome bei Brustkrebs

Symptome treten bei Brustkrebs oft erst spät auf. In manchen Fällen kann ein Knoten in der Brust oder seltener ein vergrößerter Lymphknoten in der Achselhöhle von der Betroffenen selbst oder vom Arzt bei der Tastuntersuchung gefühlt werden. Selten sind diese Knoten schmerzhaft. Befindet sich ein bösartiger Tumor dicht unter der Haut, kann er zu Hauteinziehungen führen, die ähnlich aussehen können wie die so genannte Orangenhaut. Auch Veränderungen der Brustwarze, z.B. eine Einziehung nach innen, sind möglich. Selten wird Sekret oder Blut aus der Brustwarze abgesondert.

Wie bei anderen Arten von Krebs kann es bei Brustkrebs zu allgemeinen Beschwerden wie starker Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen. Auch abnorme Gewichtsabnahme, starkes Schwitzen oder Fieber können Anzeichen für Brustkrebs sein.

Diagnose von Brustkrebs: Inspektion, Sonographie, Mammographie und Biopsie

Erster Schritt der Diagnose von Brustkrebs ist zunächst ein ausführliches Arztgespräch (Anamnese). Hinzu kommen die Begutachtung (Inspektion) und Tastuntersuchung der Brust. Ein Knoten in der Brust kann in manchen Fällen getastet werden - entweder durch die Frau selbst oder durch den Arzt. In vielen Fällen können Knoten vom Frauenarzt durch bildgebende Verfahren entdeckt werden.

Bei Frauen unter 40 Jahren gilt die Ultraschall-Untersuchung der Brust als bildgebende Diagnostik der ersten Wahl. Ab dem 40. Lebensjahr ist die Röntgenuntersuchung (Mammographie-Screening) der Brust als bildgebende Untersuchung angedacht. Hier werden Ultraschall-Untersuchungen ggf. als Zusatz und zur Abklärung ergänzend durchgeführt.

Ein verdächtiger Knoten muss feingeweblich (histologisch) von einem Pathologen untersucht werden. Hierzu kann man eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem verdächtigen Gebiet entnehmen oder den Knoten im Ganzen entfernen und im Labor untersuchen. Der Pathologe kann im Labor feststellen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist und bei Bösartigkeit den genauen Typ des Tumors bestimmen. Im Labor wird auch untersucht, ob der Tumor bestimmte Hormonrezeptoren besitzt, die für die spätere Therapie bedeutsam sind.

Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob die Erkrankung Veränderungen verschiedener Blutwerte hervorruft. Um eine mögliche Ausbreitung des Brustkrebses im Körper (Metastasen-Bildung) festzustellen, werden verschiedene Untersuchungen angewandt wie die Röntgenuntersuchung der Lunge, eine Szintigraphie des gesamten Skeletts, eine Ultraschalluntersuchung der Leber und eine Computertomographie des Kopfes, möglicherweise auch der Brust- und Bauchorgane. Auch die Magnetresonanztomographie (MRT oder Kernspintomographie) kommt häufig zum Einsatz.

Späte Diagnose in der Schwangerschaft

Aufgrund der hormonellen Veränderung der Brust schwangerer und stillender Frauen ist die Diagnose des Brustkrebs erschwert beziehungsweise verzögert. Bei schwangeren und  stillenden Frauen wird statistisch mit Verzögerungen von fünf bis 15 Monaten zwischen dem Beginn der Symptome und der Diagnose gerechnet.
Wegen dieser Verzögerung der Diagnose bei Schwangeren wird der Brustkrebs meist erst in einem fortgeschritteneren Stadium entdeckt als bei nicht schwangeren Frauen.

Selbstuntersuchung
Um Brustkrebs früh zu erkennen, sollten alle Frauen - und besonders schwangere und stillende Frauen - ihre Brüste regelmäßig selbst untersuchen. Wenn Sie hierbei etwas Verdächtiges finden, sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen.

Untersuchung beim Arzt
Nebenher sollten Sie sich einer regelmäßigen Brustuntersuchung als Bestandteil der üblichen Routineuntersuchungen während der Schwangerschaft unterziehen.

Weiterführende Untersuchungen
Eine schwangere Frau wird bei der Diagnose "Brustkrebs" in der Regel nicht anders behandelt als eine Frau, die nicht schwanger ist. Falls eine Unregelmäßigkeit entdeckt wird, kann der Arzt ohne größeres Risiko für das ungeborene Kind eine Mammasonographie (Ultraschalluntersuchung der Brust) und, wenn es notwendig erscheint, auch eine Mammographie machen. Jedoch kann ein Viertel der Mammographien bei Schwangeren unauffällig sein, obwohl ein Brustkrebs vorliegt. Deshalb muss bei jedem tastbaren Knoten normalerweise eine Biopsie (Gewebeprobe für die Untersuchung unter dem Mikroskop) entnommen wird, um eine genaue Diagnose stellen zu können.

Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten?
Wenn Brustkrebs entdeckt wird, versucht der Arzt festzustellen, ob der Krebs sich von der Brust aus auf andere Regionen des Körpers ausgebreitet hat. Dies nennt man Stadieneinteilung. Um eine Behandlung planen zu können, muss der Arzt das Stadium der Erkrankung kennen.

Prognose
Statistisch gesehen ist die Gesamtüberlebenszeit bei schwangeren Frauen mit Brustkrebs geringer als bei nicht schwangeren Frauen. Dies liegt wahrscheinlich an der verzögerten Diagnosestellung.

Schwangerschaftsabbruch?
Ein Schwangerschaftsabbruch hat keinen Einfluss auf den Verlauf der Brustkrebserkrankung. Ein Schwangerschaftsabbruch kann jedoch erwogen werden, wenn die Behandlungsmöglichkeiten für die Mutter bei Fortsetzung der Schwangerschaft sehr stark eingeschränkt wären und ihr Leben akut bedrohen.

Schadet der Brustkrebs dem Kind?

Brustkrebs scheint das ungeborene Kind nicht zu beeinträchtigen, da die Brustkrebszellen scheinbar nicht von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Eine Bestrahlung wird wegen der Risiken für das ungeborene Kind während der Schwangerschaft nicht durchgeführt.

Therapie von Brustkrebs

Der behandelnde Arzt wird einen individuellen Therapie-Plan erstellen. Die Planung richtet sich nach der Größe und dem Stadium des Tumors, ob Lymphknoten befallen sind und ob der Brustkrebs Metastasen in anderen Organen gebildet hat.

Die bedeutendste Therapie von Brustkrebs ist die Operation. Diese erfolgt zunehmend brusterhaltend, sodass eine Amputation der Brust (Mastektomie) vermieden werden kann. Der operierende Arzt muss von Fall zu Fall entscheiden, ob die Brust erhalten werden kann oder ob eine vollständige Entfernung notwendig ist. Dies hängt vor allem von der Größe des Tumors und dem Größenverhältnis von Brust und Tumor ab.

Bei der Operation werden meist auch die Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt, da die Krebszellen sich über die Lymphflüssigkeit im Körper ausbreiten können. Durch die Entfernung der Lymphknoten versucht man, die Entstehung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) zu vermeiden.

Nach einer brusterhaltenden Operation erfolgt immer eine Bestrahlung (Radiatio). So können eventuell im Körper verbliebene Krebszellen zerstört werden. Alternativ kann eine Strahlentherapie als Haupt-Behandlungsmethode eingesetzt werden (kurativ) oder als lindernde und lebensverlängernde Maßnahme (palliativ). Die Strahlentherapie wirkt im Gegensatz zur medikamentösen Therapie (Chemotherapie) nur am Bestrahlungsort.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung von Brustkrebs ist die Verabreichung von Medikamenten. Diese Chemotherapie kann vor einer Operation erfolgen, um den Tumor zu verkleinern und die Operation somit zu erleichtern (neoadjuvant), oder auch zur Unterstützung der Behandlung nach einer Operation.

Das Wachstum der meisten Formen von Brustkrebs wird durch Hormone beeinflusst. Man kann daher das Tumorwachstum hemmen, wenn man den Einfluss der Hormone mindert. Dies kann durch so genannte Anti-Hormone oder auch durch Hormonrezeptoren-Blocker erreicht werden.

Die Behandlung von Brustkrebs kann durch eine komplementäre Therapie  ergänzt werden.

Behandlung von Brustkrebs in der Schwangerschaft

An erster Stelle steht die operative Therapie, die unabhängig vom Schwangerschaftsalter so früh wie möglich anzustreben ist. Eine operative Behandlung, ob eingeschränkt radikal (Brustentfernung) oder organerhaltend, kann während der Schwangerschaft in gleicher Weise wie bei nicht schwangeren Patientinnen erfolgen. Eine Chemotherapie kann während der Schwangerschaft normalerweise ab dem zweiten Trimenon erfolgen. Eine Beeinträchtigung des Fötus (nach abgeschlossener Embryonalentwicklung) ist durch eine Chemotherapie nicht zu erwarten. Chemotherapeutisch behandelten Schwangeren wird empfohlen, in einer hierfür spezialisierten Klinik geburtshilflich überwacht zu werden, um den optimalen Entbindungszeitpunkt zu erreichen. Eine Bestrahlung wird in der Regel wegen der Risiken für das ungeborene Kind während der Schwangerschaft nicht durchgeführt.

Je nachdem, in welchem Stadium die Krankheit entdeckt wurde, können verschiedene Behandlungsformen eingesetzt werden:

  • Frühstadium des Krebs (Stadien I & II)
    Die empfohlene Behandlung der ersten Wahl für Brustkrebs bei Schwangeren ist die Operation, da eine Bestrahlung das ungeborene Kind schädigen kann.
    Soll die Brust erhalten werden, wird eine konservative (das heißt: die Brust erhaltende) Operation durchgeführt und mit der Bestrahlung erst nach der Entbindung begonnen. Soll eine Chemotherapie durchgeführt werden, so wird diese erst nach dem abgeschlossenen dritten Schwangerschaftsmonat gemacht.

  • Spätere Stadien des Krebs (Stadien III & IV)
    Wie unter "Frühstadium des Krebs" weiter oben beschrieben, wird eine Chemotherapie ab dem zweiten Trimenon durchgeführt. Da die (werdende) Mutter möglicherweise nur noch eine begrenzte Lebenserwartung hat (nur 10% der Frauen mit Krebsstadium III oder IV überleben die nächsten 5 Jahre), ist es für viele dieser Frauen wichtig, mit ihren Familien und Ärzten die beste Therapie zu diskutieren.

Verlauf von Brustkrebs

Der Verlauf der Erkrankung an Brustkrebs hängt davon ab, in welchem Stadium der Tumor entdeckt und behandelt wird. Sind bei Diagnosestellung noch keine Tochtergeschwulste entstanden und keine Krebszellen in den Lymphknoten der Achselhöhle nachweisbar, ist eine Heilung in bis zu 85 Prozent der Fälle möglich.

Nach einer Operation kann in vielen Fällen eine Rekonstruktion der Brust erfolgen. Diese ist möglich, wenn ein größerer Teil oder die gesamte Brust entfernt wurde. Die Rekonstruktion erfolgt mit körpereigenem Gewebe (z.B. Muskel- oder Fettgewebe) oder mithilfe von Implantaten.

Um den Verlauf des Brustkrebses zu kontrollieren, werden bestimmte Eiweiße im Blut bestimmt. Es handelt sich hierbei um die so genannten Tumormarker CA 15-3 und CA 125 (Cancer Antigen).

Häufig staut sich nach einer Brustoperation zunächst Lymphe im Arm der betroffenen Seite. Der Arm kann hierdurch schmerzhaft anschwellen. Auch eine Beeinträchtigung der Brustmuskeln führt in manchen Fällen vorübergehend zu Schmerzen. Durch Lymphdrainage und Krankengymnastik kann man diese Probleme in der Regel gut in den Griff bekommen. Die Nachsorge bei Brustkrebs erfolgt zunächst alle drei bis sechs Monate. Im Lauf der Jahre werden die Kontrollabstände größer. Zur Qualitätssicherung bei der Behandlung und Nachsorge von Brustkrebs ist von den gesetzlichen Krankenkassen ein so genanntes DMP (Disease Management Program) eingeführt worden. Hierdurch werden ganz bestimmte und einheitliche Kriterien festgelegt, nach denen die Betroffenen behandelt werden.

Schwanger nach Brustkrebs?

Eine Schwangerschaft bei Frauen, die schon einmal Brustkrebs hatten, scheint keinen Einfluss auf die Überlebenszeit der betroffenen Frauen zu haben. Auch vorangegangene Chemotherapien bedingen keine erhöhte Gefahren für die Entwicklung des Kindes.  Da eine Schwangerschaft die Prognose (wie es mit der Krebserkrankung weitergeht) nicht zu beeinflussen scheint, spielen sozial-ethische Kriterien bei der Planung einer Schwangerschaft nach einer Brustkrebsoperation eine wesentliche Rolle.

Stillen trotz Brustkrebs

Frauen mit Brustkrebs können stillen. Die Unterdrückung der Milchproduktion verbessert die Überlebenschancen der Mutter nicht. Ist jedoch eine Operation geplant, sollte die Frau vorher mit dem Stillen aufhören, um die Brüste zu verkleinern und die Durchblutung zu verringern. Frauen, die eine Chemotherapie erhalten, sollten nicht stillen, weil viele Medikamente, besonders Cyclophosphamid und Methotrexat, in die Muttermilch übergehen.

Brustkrebs vorbeugen?

Brustkrebs kann nicht direkt vorgebeugt werden. Jedoch können die entsprechenden Risikofaktoren vermieden werden. Eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, wenig Alkohol, ausreichend Bewegung und ohne Nikotin senkt das persönliche Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Wichtig ist vor allem die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust, mit der ein großer Teil der tastbaren Knoten früh entdeckt werden kann. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine jährliche Untersuchung der Brust durch den Frauenarzt. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können alle zwei Jahre eine Mammographie als Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen.

Brustuntersuchung

Die Prognose von Brustkrebs ist umso besser, je eher er erkannt und behandelt wird. Es ist daher sinnvoll, die Brüste regelmäßig selbst zu untersuchen und die Brüste bei den Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt auf verdächtige Veränderungen abtasten zu lassen.

  • Eine alternative und harmlose Methode zur Brustuntersuchung bietet die Ultraschall-Untersuchung (Mammasonographie).

  • Optimal bewährt hat sich zur Untersuchung das Röntgen der Brust, die Mammographie.

  • Die Kernspin-Tomographie (MRT, Magnet-Resonanz-Tomographie) ist zum Erkennen von gut- oder bösartigen Tumoren geeignet. Sie ist allerdings eher eine Zusatzuntersuchung zur Mammographie, da sich die Mammographie bei der Früherkennung besser bewährt hat.

  • Falls auffälliges Gewebe festgestellt wird, kann eine Feinnadelbiopsie durchgeführt werden. Dabei punktiert der Arzt eine tastbare Veränderung mit einer dünnen Hohlnadel. Durch vorsichtige Bewegung der Nadel werden Zellen im Bereich des verdächtigen Brustgewebes entnommen und untersucht. Wird eine dickere Nadel dazu benutzt, so gewinnt der Arzt einen Gewebezylinder. Man spricht dann von einer Stanzbiopsie.

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Die Landesverbände der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. unterhalten ein bundesweites Netz von Krebsberatungsstellen.

Deutsche Krebshilfe e.V.
Der Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe ist eine Anlaufstelle für Krebskranke, aber auch für deren Angehörige und Freunde.

Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums dkfz
Der Krebsinformationsdienst des dkfz bietet zuverlässige Informationen zum Thema Krebs.
 

Beratungsstelle des Bundesverbandes Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
Die Mitglieder sind an Krebs erkrankt und stehen ehrenamtlich für Beratungen zur Verfügung.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 16. Dezember 2016
Quellen: Online-Informationen der Deutschen Krebshilfe: http://www.krebshilfe.de (Stand: April 2014); Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg: www.krebsinformationsdienst.de (Stand: Dezember 2015); Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft: Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 032/045 OL (Stand: Juli 2012)

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