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Montag, 23. Januar 2017
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Schwangerschaft und Stillzeit

Folsäure und Omega-3-Fettsäuren unverzichtbar

Unterversorgung bei Vitalstoffen
Bei vielen Frauen zwischen 19 und 50 ist die Versorgung mit Nährstoffen unzureichend.
(c) Nationale Verzehrstudie 2008

Mit dem Kinderwunschgedanken beginnen Frauen ihren Körper neu wahrzunehmen. Ein erster Schritt ist eine bewusstere Ernährung. Für eine optimale Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen raten Ernährungsexperten und Ärzte zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, da nur so die maximale Versorgung des Körpers mit den für eine Schwangerschaft zentralen Nährstoffen gesichert werden kann: Folsäure und die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA.

Jede Mutter wünscht sich die optimalen Startvoraussetzungen für ihr Baby. Ab ihrem Kinderwunschgedanken achten viele deshalb besonders auf ihre Ernährung. Bereits ab diesem Zeitpunkt empfehlen Ernährungsexperten und Ärzte die Zufuhr von Folsäure und Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA, damit die Depots im Körper zu Beginn der Schwangerschaft gefüllt sind. Die Einnahme soll dann über die gesamte Schwangerschaft hinweg bis zum Ende der Stillzeit fortgeführt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Kind ausreichend mit den unersetzlichen Vitalstoffen versorgt wird. Neben dem nachgewiesenen Schutz vor schweren neurologischen Erkrankungen, die sich schon im Mutterlieb abzeichnen, haben Forscher festgestellt, dass die Versorgung schon im Bauch für die spätere Gesundheit und Entwicklung entscheidend ist: neben erblich bedingten Risikofaktoren, sind Umwelt und Lebensstil ausschlaggebend für ein gesundes Leben. Dazu gehört ganz besonders die Ernährung - und die beginnt bereits im Mutterleib.

Was bewirkt Folsäure?

Eine ausreichende Zufuhr von Folsäure schützt vor Fehlbildungen der Wirbelsäule und des zentralen Nervensystems - also Gehirn und Rückenmark. Diese können bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft entstehen, wenn sich das sogenannte Neuralrohr - die zu einer Röhre gefaltete Nervengrundsubstanz - nicht korrekt verbinden und schließen kann. Dafür benötigt der Embryo ganz besonders das Vitamin B9: Folsäure.

Eine repräsentative Studie aus Norwegen konnte nachweisen, dass eine optimale Folsäure-Versorgung das Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Harnwegsdefekte und Herzfehler reduziert. Sie zeigte außerdem, dass die Sprachentwicklung bei Kindern begünstigt ist, deren Mütter vor und in der Schwangerschaft ein Folsäurepräparat einnehmen.

Wozu dienen die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA?

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass bei Kindern in frühem Alter dann Störung des Sehvermögens, der Motorik oder der geistigen Entwicklung auftreten, wenn diese während der Schwangerschaft nicht optimal mit Omega-3-Fettsäuren versorgt waren. Dabei fallen besonders EPA und DHA auf, die in Fischölen vorkommen. Eine ausreichende Versorgung reduziert das Risiko für Frühgeburten um bis zu 30 Prozent. Ebenso wird beobachtet, dass durch eine gute DHA-Versorgung des Kindes im Mutterleib über die Nabelschnur und später durch das Stillen die geistige und motorische Entwicklung bis zum Schulalter deutlich verbessert wird. Zusätzlich sind die Mütter nach der Geburt in deutlich besserer geistiger Verfassung und die Anfälligkeit für Wochenbettdepression oder Babyblues ist minimal.

Welche Rolle spielt die Mikronährstoff-Versorgung?

Damit es überhaupt zu einer Schwangerschaft kommen kann, müssen im Körper der Frau viele Faktoren zusammenpassen. Davon lässt sich die Ernährungssituation am leichtesten beeinflussen. Hier kommt es auf die Feinheiten: die Mikronährstoffe. Sie beeinflussen die gesunde Entwicklung des Kindes im Mutterleib und damit den gesamten Schwangerschaftsverlauf. Später wirkt sich die Nährstoffversorgung über die Muttermilch direkt auf Wachstum und Entwicklung des Babys aus.

Eine gute Versorgung dient nicht nur dem Wohle des Kindes, sondern auch der Gesundheit der Mutter, denn eine Schwangerschaft zehrt an allen Reserven der Körpers. Stress und Belastungen nach der Geburt können bei guter körperlicher Verfassung leichter ausgeglichen werden.

Besteht die Gefahr einer Frühgeburt, kann das Risiko deutlich verringert werden, wenn alle Vitamin-, Nährstoff- und Spurenelement-Reserven aufgefüllt sind. Wer an Schwangerschaftserbrechen leidet, verliert dabei nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Nährstoffe. Um diese in ausreichende Menge wieder zu zu führen empfiehlt sich die konzentrierte Einnahme durch Nahrungsergänzungsmitteln und die Versorgung wird erheblich verbessert.

Wofür hilft was?  Die Nährstofftabelle

 

Nährstoff

Braucht die Mutter

Braucht das Baby

Folsäure

Für das Wohlbefinden, ausgeglichene Stimmung, normale Homocysteinspiegel

Entwicklung von Gehirn
und Zentralnervensystem
und damit das Rückenmark
verschlossen wird

Bei Mangel:
Neuralrohrdefektrisiko steigt!

Omega-3 DHA

Aufbau der Depots für den Säugling, beugt postnatalen Depressionen vor.

Gehirnentwicklung (Gehirnbaustein)
und Netzhaut der Augen.

Omega-3 EPA

Normale Herzfunktion, gute Durchblutung

Normale Herzfunktion,
gute Durchblutung

Eisen

Herstellung der roten Blutkörperchen. Während der Schwangerschaft wird mehr Eisen für das Baby, die Plazenta und das erhöhte Blutvolumen gebraucht.

Blutbildung, als Grundlage der
roten Blutkörperchen, die den
Sauerstoff durch den Körper
transportieren.

Jod

Für die einwandfreie Funktion der Schilddrüse und des Stoffwechsels

Für die Entwicklung der Schilddrüse,
Stoffwechsel und Wachstum

Calcium

Erhalt der Knochenreserven auch während der Schwangerschaft

Für starke, gesunde Knochen
und Zähne

Zink

Für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel, den Hormonhaushalt, Haarwachstum, Immunsystem

Für Entwicklung, Immunsystem
und Knochenwachstum

Betacarotin (Vitamin A-Vorstufe)

Sehkraft, Haut, Schleimhäute

Gesundes Wachstum
und Sehvorgang

B-Vitamine

Energiestoffwechsel, Nervensystem

Energiestoffwechsel,
Nervensystem

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 06. April 2016
Quellen: Catov JM et al. (2011):Periconceptional multivitamin use and risk of preterm or small-for-gestational-age births in the Danish National Birth Cohort. Am J Clin Nutr. 2011 Sep;94(3):906-12. Czeizel AE, Bánhidy F. (2011):Vitamin supply in pregnancy for prevention of congenital birth defects. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2011 May;14(3):291-6. Cetin I, Koletzko B. (2008): Long-chain omega-3 fatty acid supply in pregnancy and lactation. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2008 May;11(3):297-302. Escolano-Margarit MV et al.:  Prenatal DHA status and neurological outcome in children at age 5.5 years are positively associated.  J Nutr. 2011 Jun;141(6):1216-23. Mozurkewich E. et al. (2011):The mothers, Omega-3 and mental health study. BMC Pregnancy Childbirth. 2011 Jun 22;11:46. Roth (2011)

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