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Erbrechen bei Säuglingen und Kindern

Bei Säuglingen und Kindern reagiert der Magen noch sehr empfindlich

Bei Säuglingen und Kindern reagiert der Magen noch sehr empfindlich
(Foto: BananaStock)

Erbrechen tritt bei Säuglingen und Kindern häufiger auf als bei Erwachsenen, da der junge Magen noch wesentlich empfindlicher auf störende Einflüsse reagiert. In erster Linie dient diese Reaktion zum Schutz vor Krankheitserregern oder schädlichen Stoffen im Verdauungssystem. Erbrechen kann aber auch andere Ursachen haben, die nicht direkt mit Problemen im Magen-Darm-Trakt zusammenhängen.

Wenn Säuglingen in den ersten Lebensmonaten nach dem Füttern kleinere Mengen Muttermilch oder Ersatznahrung ausspucken, ist das normal und gilt nicht als Erbrechen. Denn die Klappe am Mageneingang, die den Mageninhalt von der Speiseröhre abgrenzt, ist bei ihnen in den ersten Monaten noch nicht voll entwickelt.

Im Normalfall ist Erbrochenes klar und gelb bis bräunlich gefärbt. Unter bestimmten Umständen kann die Flüssigkeit auch grün oder rot eingefärbt sein.


Mögliche Ursachen
Wann zum Arzt?
Was tun?


Erbrechen bei Säuglingen und Kindern – Mögliche Ursachen

Häufige Ursachen für Erbrechen bei Babys und Kindern sind:


  • Magen-Darm-Infektionen (meistens in Kombination mit Durchfall)
  • Verdorbene Lebensmittel
  • Zu kalte Getränke
  • Viele verschiedene Lebensmittel durcheinander essen
  • Verschlucken von Gegenständen oder giftigen Substanzen
  • Bestimmte Medikamente

In seltenen Fällen tritt Erbrechen auch infolge bestimmter Erkrankungen auf. Einige Beispiele hierfür sind:


  • Darmverschluss oder Darmeinstülpung (Erbrochenes ist grün)
  • Blinddarmentzündung (starke Schmerzen im Unterbauch)
  • Magen- oder Darmentzündungen (Blut im Erbrochenen)
  • Migräne (Kopfschmerzen)
  • Hirnerkrankungen
  • Stoffwechselstörungen

Daneben kann Erbrechen bei Kindern auch psychische Ursachen haben, denn der Brechreiz wird vom Gehirn gesteuert. Beispielsweise müssen sich Kinder manchmal bei Stress und Angst übergeben, wenn sie sehr aufgeregt sind oder sich besonders auf etwas freuen.


Erbrechen bei Säuglingen und Kindern – Wann zum Arzt?

Meistens ist Erbrechen bei Säuglingen und Kindern harmlos und geht nach kurzer Zeit wieder vorüber. Teilweise kann Erbrechen aber auch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen, die schnell behandelt werden müssen.

In folgenden Fällen sollten Eltern ihr Kind schnellstmöglich ärztlich untersuchen lassen:


  • Es tritt gleichzeitig Durchfall auf.
  • Das Erbrochene ist gras- bis dunkelgrün gefärbt.
  • Es befindet sich Blut im Erbrochenen.
  • Ein junger Säugling erbricht sich wiederholt länger als vier Stunden.
  • Das Kind hat Fieber.
  • Das Kind kann nicht zum Trinken bewegt werden.
  • Es hat zuvor einen Sturz oder einen Unfall gegeben.
  • Es treten gleichzeitig starke Bauschschmerzen auf.
  • Das Kind ist teilnahmslos und auffällig ruhig.
  • Das Kind hat einen steifen Nacken.
  • Das Kind erbricht sich sehr häufig und hat einen „obstartigen“ Mundgeruch.

Erbrechen bei Säuglingen und Kindern – Was tun?

Wenn Säuglinge oder Kinder sich übergeben, ist es besonders wichtig zu verhindern, dass der Körper durch den Flüssigkeitsverlust austrocknet. In den ersten vier Stunden sollten Kinder nur schluckweise und in kurzen Abständen trinken. Danach können auch größere Mengen auf einmal getrunken werden. Am besten geeignet sind Teesorten wie Pfefferminze, Melisse, Kamille oder Fenchel mit ein wenig Zucker. Essen sollten Kinder erst dann wieder, wenn sie es selbst möchten.



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Quellen:
Renz-Polster Dr. H. et al.: Gesundheit für Kinder. Kösel, München 2007
Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): http://www.kindergesundheit-info.de/ (Stand: Februar 2010)

 

Autor: Christian Emmerling 
Letzte Änderung am: 04.03.2010
 
 
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