Einling- oder Mehrlings - Schwangerschaft

Bei den meisten Schwangerschaften wird ein Ei befruchtet und ein Kind ausgetragen. Ob das Kind ein Junge oder Mädchen wird, ist schon bei der Befruchtung der Eizelle festgelegt. Mehrlingsschwangerschaften sind sehr selten:

  • Zwillinge: Auf 85 Geburten kommt eine Zwillingsgeburt.

  • Drillinge: Auf 85 mal 85 (85² = 7.225) Geburten gibt es eine Drillingsgeburt.

  • Vierlinge: Auf 85 mal 85 mal 85 (85³ = 614.125) Geburten gibt es Vierlinge.

Ausnahmen von dieser statistischen Verteilung sind alle Schwangerschaften, die durch Hormonbehandlungen entstanden sind.

Eineiige Zwillinge (oder Drillinge): Sie entstehen aus einer einzigen Eizelle, die durch ein Spermium befruchtet wird und sich im frühen Stadium der Entwicklung in ihrer Gesamtheit teilt. Da sich die zwei oder mehr Embryonen aus nur einer Ei- und einer Samenzelle entwickelt haben, besitzen eineiige Zwillinge oder Drillinge identische Erbanlagen. Sie haben das gleiche Geschlecht und sehen einander sehr ähnlich. Jedoch sind nur 25% aller Zwillinge eineiig.
Erfolgt die Teilung innerhalb der ersten drei Tage, dann entwickelt jeder Embryo eigene Eihäute und eine eigene Plazenta. Kommt die Trennung jedoch erst später zustande (bis zum 13. Tag nach der Befruchtung), nachdem beim Keimling schon eine Differenzierung der embryonalen Hüllen stattgefunden hat, dann verbindet die Zwillinge eine gemeinsame Plazenta, und sie liegen möglicherweise zusammen in einer Fruchtblase.

Zweieiige Zwillinge (oder Drillinge): Die Mehrzahl der Zwillinge (und Drillinge) sind zweieiig. Wenn in einem Zyklus zwei (oder mehr) befruchtungsfähige Eizellen vom Eierstock gebildet und von zwei Samenzellen befruchtet werden, dann entstehen zweieiige Zwillinge (oder Drillinge) mit jeweils unterschiedlichem Erbgut. Die Kinder können gleich- oder verschiedengeschlechtlich sein und ähneln sich wie normale Geschwister. Jedes Kind hat eine eigene Plazenta.

Bei Drillings- oder Vierlingsschwangerschaften gibt es verschiedene Kombinationsmöglichkeiten.

Risikoschwangerschaft
Mehrlingsschwangerschaften werden in der heutigen Medizin als Risikoschwangerschaften eingestuft und bedürfen der aufmerksamen Überwachung und Vorsorge.

 

Autor: Qualimedic.com AG 
Letzte Änderung am: 17.09.2007