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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Konkurrenz Vater Mutter

Hallo, ich habe z.Z. ein kleines Problem. Unser Sohn ist im August 2009 geboren. Mein Freund arbeitete ab fünf Monate vor der Geburt bis jetzt in Bonn. Er konnte nur alle 14Tage für ca. 3 Tage bei uns sein. Ich habe also quasi unseren Sohn bis jetzt allein betreut. Wenn mein Freund dann da war, habe ich mich immer sehr zurückgehalten um ihm in der Zeit mit seinem Sohn nicht im Wege zu stehen. Nun ist unser Sohn 7 Monate alt und mein Freund war kürzlich eine ganze Woche bei uns. Ich habe mich wie immer sehr zurückgehalten. Die beiden verstehen sich sehr gut und toben und spielen sehr viel. Wenn ich mit unserem Sohn allein bin toben und spielen wir gauso intensiv. In dieser Woche ist mir aber aufgefallen, dass unser Sohn mich in der Gegenwart meines Freundes nicht mehr richtig wahrnimmt. Vorher hat er herzhaft z.B. gelacht, wenn ich den Raum betreten habe. In dieser Woche war es aber anders. Unser Sohnemann hat sich fast nur noch auf meinen Freund konzentriert. Ich war quasi wie out. Das macht mir etwas Sorgen, denn ab April ist mein Freund wieder ganz bei uns. Dann muss ich mich natürlich auf die neue Situation einstellen (ich war ja 8Monate mit unserem Sohn allein), was mir aber keine Probleme bereiten dürfte. Ein Problem hätte ich nur, wenn sich unser Sohn zu weit von mir entfernt (also mich gar nicht mehr anlacht, oder zu mir krabbelt usw.) Wie soll ich mich verhalten? Mich still in der Nähe aufhalten, oder nach wie vor ganz das Zimmer verlassen, oder schauen, wann es eine Lücke gibt, in der ich mich dann wieder mit dem Kleinen beschäftige, oder Blickkontakt aufnehmen kann? Da wir nur diesen einen Sohn haben möchte ich auf keinen Fall, dass es zu einem Konkurrenzverhalten zwischen mir und meinem Freund bezüglich unseres Sohnes kommt. Mir ist zusätzlich aufgefallen, dass mein Freund auch ksum mehr auf mich reagiert, wenn wir zu Dritt sind. Die Aufmerksamkeit mir gegenüber ist nicht nur geteilt, sondern kaum mehr vorhanden. Ich fühle mich dann immer sehr ausgeschlossen. Aber sich nun insgesammt herauszuhalten wenn wir mal zu Dritt sind oder etwas unternehmen möchte ich auch nicht. Ich bin da im Moment etwas ratlos, was für andere Eltern eigentlich überhaupt kein Problem darstellt. Nur haben wir oder eben vielleicht nur ich nicht die Chance gehabt in die Situation einer geteilten elterlichen Fürsorge hineinzuwachsen. Zwangsweise musste ich ja all die Monate alles allein bewältigen. Was können Sie mir raten? Sehe ich die Sache zu eng? Für Ihre Antwort bedanke ich mich schon jetzt im Voraus. Ich weiß nicht, wie dass nun gehandhabt wird, ob diese Mail nun im Radio veröffentlicht wird? Besten Dank. Mari

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