Dienstag, 21. Mai 2013

Würdet Ihr Euren 16-jährigen Sohn zu Oma ziehen lassen, anstatt mit seiner Familie ins Ausland umzuziehen?

Hallo liebes Forum,
würdet Ihr Euren 16-jährigen Sohn zu Oma ziehen lassen,anstatt mit ins Ausland umzuziehen?
Zum Hintergrund: Im Sommer nächsten Jahres, wenn mein Sohn (dann eben 16 J. geworden) die 9. Klasse beendet haben wird, werden wir voraussichtlich berufsbedingt ins Ausland ziehen. Wir, das wären mein Lebensgefährte (Stiefvater meines Sohnes) und 2 kleine Geschwister (2 und 3 J.).
Wir haben alle ein gutes Verhältnis zueinander.
Vor 2 Jahren bin ich mit meinem Sohn und dem ersten Geschwisterchen schon von Deutschland in die Schweiz gezogen, weil mein Lebensgefährte dort studiert. Nun wird er nächstes Jahr promoviert haben und wohl eher einen Job im Ausland finden.
Mein Sohn ist bisher ein ganz normaler (Haupt-)Schüler, der lieber Computer spielt, als freiwillig lernt. Dementsprechend waren seine Noten auch eher unterdurchschnittlich. Seit ich mit ihm nun vor einem halben Jahr eine neue Regel abgemacht habe, die vorsieht, dass er nur noch am Wochenende computern darf und unter der Woche gar nicht, ist er einer der Besten in seiner Klasse geworden. Er wird wegen der sehr guten Noten nun auch demnächst in eine Realschulklasse versetzt werden. Die PC-Regelung abzumachen hat 3 Tage wirklich harte, nervenaufreibende Verhandlungen und Diskussionen gekostet. Auch, das man eben ein bisschen was tun muss, um gute Noten zu kriegen, daran muss ich ihn immer wieder mal erinnern.Im Grunde hat er es aber eigentlich schon verstanden und er freut sich sehr und ist mordsstolz, dass er in der Realklasse einsteigen darf.
Das Problem ist jetzt:
Er hat keinen Bock schon wieder umzuziehen und die Schule zu wechseln. Wenn er mit uns umzieht, dann müsste er auf eine englischsprachige Auslandsschule. Er will aber lieber zurück nach Deutschland zur Oma, weil da seine Freunde sind.
Die Oma hat schon gesagt, sie fände es besser, wenn er in DE auf ein Internat geht und dann am WoE und in den Ferien bei ihr wohnt. Sie befürchtet, mit einem 16-jährigen nicht fertig zu werden, wenn er mal in die 0-Bock-Phase oder so kommt. (Und ja: er kann echt bocken!)
Er will aber auch nicht auf ein Internat.
Auch ich befürchte, dass er sich bei Oma (wie Omas nun mal sind) mehr laissez-faire erhofft. Wie ich meine Mutter kenne, wird sie nicht so wie ich mit Nachdruck hinterhersein, dass er seine Hausis macht, lernt usw. etc. (Das war schon bei mir so.)
Sie ist damit beschäftigt, ihr Rentnerleben zu geniessen und ihren Hobbies nachzugehen. Also Unruhestand, sozusagen.
Mein Sohn sagt jetzt, wir sollen ihm halt einfach mal vertrauen und er würde das schon alles hinkriegen mit der Schule, wenn er allein bei Oma wohnt.
Ich schätze, er wird es ausnutzen, das die Oma nicht so streng sein kann und logischerweise lieber wieder Computer spielen und fernsehen, statt zu lernen; und so evtl. mit Ach-und-Krach die 10. Klasse schaffen.
Was tun jetzt? Wie kann ich ihn überzeugen, dass es besser wäre, mitzuziehen?
Er kann ja immer noch zurück nach DE ziehen, wenn er die Schule mit 18 fertig hat. Dann darf er sowieso für sich entscheiden, wo er leben will und wie.
Ich denke, es ist doch wahnsinnig aufregend, so viel rumzukommen und viel von der Welt zu sehen. Er wird perfekt englisch können. Er wird andere Kulturen und auch sicher neue Freunde kennenlernen können. Natürlich habe ich ihn auch gern bei mir und will eigentlich nicht ohne ihn wegziehen.
Klar ist nicht jeder so abenteuerlustig, aber evtl. denkt er in 10 Jahren genauso und ärgert sich dann, das er nicht mitgegangen ist. Ich möchte, dass er einen guten Schulabschluss schafft und sich seine Chancen nicht schon mit 16 versaut.
Würde mich über Eure Meinungen freuen. (Und falls hier zufällig auch unter-17-jährige mitlesen, was würdet ihr wollen?)
Ach ja, und sorry, dass ich so reinplatze..aber mit dieser Frage beschäftige ich mich schon seit Wochen.
gruss nina
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