Borreliose
Die Borreliose, Lyme-Krankheit oder Lyme-Borreliose wird von den Erregern Borrelia burgdorferi (Spirochäten) ausgelöst. Diese Krankheit wurde erstmals 1976 in der Ortschaft Lyme (USA) beobachtet, beschrieben und nach dieser Stadt benannt.
Merkmale der Borreliose
Bei Borreliose handelt es sich um eine Krankheit, die vor allem von Zecken, aber auch von anderen Insekten, übertragen wird und eine sehr vielfältige Ausprägung hat. Borreliose verläuft in drei Stadien:
Erstes Stadium: Die Erkrankung beginnt meist mit einem typischen Hautausschlag, begleitet von unspezifischen Krankheitserscheinungen. Das Bäfverstedt-Syndrom (vereinzelte oder zahlreiche knotige oder flächenhafte, bläuliche, gutartige lymphozytäre Hautverdickungen) wird heute zum (frühen) ersten Stadium der Borreliose gerechnet.
Zweites Stadium: Nach Wochen bis Monaten kann es zu Herzbeteiligung und neurologischen Symptomen kommen.
Drittes Stadium: Charakteristisch für das chronische dritte Stadium sind entzündliche Hauterkrankungen der Körperenden, Lyme-Arthritis, progressive Gehirnentzündung.
Eine Borreliose-Infektion kann im Blut nachgewiesen werden. Antikörper können bis 20 Jahre oder länger, auch nach erfolgreicher Behandlung, nachweisbar sein. Es gibt keine Immunität gegen Borreliose, eine Reinfektion ist möglich. Eine Impfung gibt es nicht.
Borreliose in der Schwangerschaft
Die Erreger (Spirochäten) können durch die Plazenta den Fötus erreichen und können zu Fruchtschädigung und Fruchttod führen. Daher ist bei einer Borreliose-Infektion eine umfassende Therapie und Diagnostik sehr wichtig.
Die Therapie ist eine je nach Stadium langanhaltende, ausreichend dosierte Antibiotikatherapie.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
