Blutarmut in der Schwangerschaft
Durch die Zunahme des Blutvolumens steigt auch der Eisenbedarf in der Schwangerschaft an. Da dieser oft nicht gedeckt wird, entsteht nicht selten eine Eisenmangelanämie. Sie äußert sich im Absinken des Hämoglobinwertes (normale Werte: 12 bis 16 g/100 ml; verminderte Werte: unter 12 g/100 ml).
Bei einer unbehandelten Anämie leidet das Körpergewebe von Mutter und Kind an Sauerstoffmangel, daraus resultieren eine größere Fehl- und Frühgeburtenrate und eine höhere Säuglingssterblichkeit. Daneben sind Sprach- Lern- und Verhaltensschwierigkeiten bei Kindern anämischer Mütter bekannt.
Mütterliche Erkrankungen, besonders oft Gestose sowie Entzündung der Nieren und des Nierenbeckens, treten häufig neben der Anämie auf.
Anämie erhöht die Sterblichkeitsrate der Mutter. Ein starker Blutverlust bei der Entbindung einer anämischen Frau ist besonders gefährlich.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 08.10.2008
