Sie müssen angemeldet sein, um eine Frage stellen oder einen Beitrag verfassen zu können.
zur Registrierung oder für registrierte Nutzer: zur Anmeldung
neu hier und total verzweifelt
Von: Selina88 • 25.06.2009 [21:50]
Hallo!
Ich bin mit meinem Mann jetzt schon 13 Jahre zusammen und davon 8 verheiratet. Wir haben immer sehr gut harmoniert und hatten nur selten Streit. Er ist nach einiger Zeit Beziehung auch aus einem anderen Bundesland zu mir gezogen. Seine Kindheit war nicht leicht. Er bekam wenig "Liebe" und wurde schon in jungen Jahren sehr viel alleine gelassen wenn seine Eltern fortgegangen sind.
Vor 5 Jahren sind wir dann auch glückliche Eltern von Zwillingen geworden. Leider kam kurz nach der Geburt noch eine zusätzliche berufliche Extrembelastung dazu - ich hab dann immer öfter gemerkt, daß sich mein Mann in seiner Art verändert und auch mehr trinkt als davor. Allerdings halt zum Abendessen zu Hause, denn weggehen war durch die Kinder ja nicht mehr so oft möglich. Seit etwa 1,5 Jahren ist mir dann sehr verstärkt aufgefallen, daß er mehr trinkt als üblich und das zum Teil auch versteckt weil er unter anderem auch wußte, daß ich das nicht gut finde. Seit einem Jahr mache ich das immer wieder zum Thema und habe immer wieder darauf hingewiesen, daß jeder dieser "Vorfälle" mich ein Stück weit von ihm entfernt und ich beziehungstechnisch dann für nichts mehr garantieren kann. Trotz Drängen meinerseits war er bis vor kurzer Zeit noch der Meinung kein Alkoholproblem zu haben. Nach einem neuerlichen Vorfall wo er dann auch auf mich losgegangen ist bin ich mit den Kindern ausgezogen. Seither hat er sich dann plötzlich doch einen Termin ausgemacht für einen ambulanten Entzug und ist sogar in einem Forschungsprojekt jetzt drinnen mit einem neuen Medikament. Gleichzeitig wird er auch psychologisch wegen Depressionen behandelt weil er seit der damaligen beruflichen Ausnahmesituation zu viel Streß hatte. Er selbst hat schon immer gesagt, daß die lieblose Kindheit ein großer Teilgrund für sein Handeln und Problemlösung ist. Aber statt seinen Eltern das endlich mal zu sagen, hat er hier von meiner Familienseite alle mit Unterstellungen und "die Meinung sagen" sehr verletzt, obwohl er hier endlich, wie er damals selbst sagte, Familie hatte. Meine Eltern sind mittlerweile von all dem so sauer, daß sie möchten, daß ich mich trenne. Das erschwert für mich die Situation noch zusätzlich. Noch dazu wo er heute bei uns allen (Eltern und mir) ankam und sich tränenreich entschuldigte, daß er diese Chance mit dem Programm jetzt nützen würde, seinen Eltern alles sagen würde usw. Meine Eltern sind nicht wirklich darauf eingegangen. Er aber war total verzweifelt, hat geweint, mich angefleht, ihn jetzt nicht im Stich zu lassen... Einerseits möchte ich mich trennen um das Leiden für mich endlich beenden zu können, andererseits finde ich ja, daß das eine Krankheit ist (die aber das Vertrauen mittlerweile total zerstört hat) und ich Angst habe ihn jetzt fallen zu lassen. Denn er ist hier ja wirklich allein und auf seine Eltern kann er auch nur bedingt zählen. Auch wenn es für uns wahrscheinlich keine Chance mehr gibt möchte ich ihn nicht zerstören. Ich kann aber auch nicht mehr ewig bei meinen Eltern wohnen bleiben.
War schon mal jemand in einer ähnlichen Situation? und wie ist eure Meinung dazu als Außenstehende? Bestünde nach all den Vorfällen noch eine Chance für uns? Geht es überhaupt nach all dem was vorgefallen ist, wieder Vertrauen aufzubauen? Wie könnte ich Ihn unterstützen und mich trotzdem trennen? Warum sollte es jetzt funktionieren, ich hab ihm doch schon öfters gesagt was am spiel steht und wie ernst es mir mit einer Trennung ist.
Selina
Ich bin mit meinem Mann jetzt schon 13 Jahre zusammen und davon 8 verheiratet. Wir haben immer sehr gut harmoniert und hatten nur selten Streit. Er ist nach einiger Zeit Beziehung auch aus einem anderen Bundesland zu mir gezogen. Seine Kindheit war nicht leicht. Er bekam wenig "Liebe" und wurde schon in jungen Jahren sehr viel alleine gelassen wenn seine Eltern fortgegangen sind.
Vor 5 Jahren sind wir dann auch glückliche Eltern von Zwillingen geworden. Leider kam kurz nach der Geburt noch eine zusätzliche berufliche Extrembelastung dazu - ich hab dann immer öfter gemerkt, daß sich mein Mann in seiner Art verändert und auch mehr trinkt als davor. Allerdings halt zum Abendessen zu Hause, denn weggehen war durch die Kinder ja nicht mehr so oft möglich. Seit etwa 1,5 Jahren ist mir dann sehr verstärkt aufgefallen, daß er mehr trinkt als üblich und das zum Teil auch versteckt weil er unter anderem auch wußte, daß ich das nicht gut finde. Seit einem Jahr mache ich das immer wieder zum Thema und habe immer wieder darauf hingewiesen, daß jeder dieser "Vorfälle" mich ein Stück weit von ihm entfernt und ich beziehungstechnisch dann für nichts mehr garantieren kann. Trotz Drängen meinerseits war er bis vor kurzer Zeit noch der Meinung kein Alkoholproblem zu haben. Nach einem neuerlichen Vorfall wo er dann auch auf mich losgegangen ist bin ich mit den Kindern ausgezogen. Seither hat er sich dann plötzlich doch einen Termin ausgemacht für einen ambulanten Entzug und ist sogar in einem Forschungsprojekt jetzt drinnen mit einem neuen Medikament. Gleichzeitig wird er auch psychologisch wegen Depressionen behandelt weil er seit der damaligen beruflichen Ausnahmesituation zu viel Streß hatte. Er selbst hat schon immer gesagt, daß die lieblose Kindheit ein großer Teilgrund für sein Handeln und Problemlösung ist. Aber statt seinen Eltern das endlich mal zu sagen, hat er hier von meiner Familienseite alle mit Unterstellungen und "die Meinung sagen" sehr verletzt, obwohl er hier endlich, wie er damals selbst sagte, Familie hatte. Meine Eltern sind mittlerweile von all dem so sauer, daß sie möchten, daß ich mich trenne. Das erschwert für mich die Situation noch zusätzlich. Noch dazu wo er heute bei uns allen (Eltern und mir) ankam und sich tränenreich entschuldigte, daß er diese Chance mit dem Programm jetzt nützen würde, seinen Eltern alles sagen würde usw. Meine Eltern sind nicht wirklich darauf eingegangen. Er aber war total verzweifelt, hat geweint, mich angefleht, ihn jetzt nicht im Stich zu lassen... Einerseits möchte ich mich trennen um das Leiden für mich endlich beenden zu können, andererseits finde ich ja, daß das eine Krankheit ist (die aber das Vertrauen mittlerweile total zerstört hat) und ich Angst habe ihn jetzt fallen zu lassen. Denn er ist hier ja wirklich allein und auf seine Eltern kann er auch nur bedingt zählen. Auch wenn es für uns wahrscheinlich keine Chance mehr gibt möchte ich ihn nicht zerstören. Ich kann aber auch nicht mehr ewig bei meinen Eltern wohnen bleiben.
War schon mal jemand in einer ähnlichen Situation? und wie ist eure Meinung dazu als Außenstehende? Bestünde nach all den Vorfällen noch eine Chance für uns? Geht es überhaupt nach all dem was vorgefallen ist, wieder Vertrauen aufzubauen? Wie könnte ich Ihn unterstützen und mich trotzdem trennen? Warum sollte es jetzt funktionieren, ich hab ihm doch schon öfters gesagt was am spiel steht und wie ernst es mir mit einer Trennung ist.
Selina
Übersicht Thema:
neu hier und total verzweifelt
• Selina88 • 25.06.2009 [21:50]
neu hier und total verzweifelt
• esme3 • 27.06.2009 [23:10]
neu hier und total verzweifelt
• Einzigartig • 28.06.2009 [23:04]
neu hier und total verzweifelt
• SammyCHEN • 01.08.2009 [09:29]
