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@ Tanja


Von: Ela+HeJa • 11.12.2009 [17:43]
Hallo Tanja,
nachdem ich die ganze Zeit mitgelesen habe, muss ich auf deinen letzten Beitrag aber nun doch antworten, obwohl ich eigentlich finde, dass bereits alles Wichtige gesagt wurde. Eine Sache kann und will ich allerdings so nicht stehen lassen:
Du schreibst, dass "wir WKS-Mütter" unser Hauptaugenmerk nur auf uns und nicht auf unsere Kinder richten und unterstellst uns somit mehr oder weniger, dass wir egoistisch handeln und nicht an unser Baby denken. Das stimmt nicht!
Jede Frau hier hat ihre eigene Geschichte und einen Grund, weswegen sie sich für eine Sectio entschieden hat. Diese Gründe kennst du nicht und kannst dir darüber auch keine Meinung erlauben.
Jede Frau hat Ängste während der Schwangerschaft und auch vor oder während der Geburt. Eine Frau, die normal entbinden möchte ebenso wie eine Sectio-Mutter.
Niemand von uns hat die Entscheidung für den Kaiserschnitt leichtfertig getroffen, jede von uns hat mit Sicherheit die Risiken abgewägt und sich genau informiert.

Mich stört es ungemein, dass man sich als WKS-Mutter überall rechtfertigen "muss" und einem ständig von Leuten, die es besser wissen oder auch nicht, ein schlechtes Gewissen eingeredet wird. Demnach reagieren wohl auch die meisten hier so, wie du es kritisierst: Genervt. Dein Beitrag gehört nicht in dieses Forum, hier tauschen sich WKS-Mütter aus, die wissen, was und warum sie es tun und keine (auch noch so „gut“ gemeinten) Informationen mehr brauchen.
Ich renne schließlich auch nicht ins Gebärhocker-Forum, weise auf die Risiken einer natürlichen Geburt hin und schwärme im Gegenzug von meinen OPs.
Und ich akzeptiere auch, dass es Mütter gibt, die auf Teufel komm raus spontan entbinden wollen - auch wenn ich das umgekehrt auch nicht nachvollziehen kann!

Ich habe zwei schöne Sectios hinter mir, beide Kinder kamen gesund und mit Apgar-Werten von 9/10/10 zur Welt und es kräht auch kein Hahn mehr danach, wie sie geboren wurden. Und ich glaube auch nicht, dass sie sich in ein paar Jahren bei mir über ihren „Geburtsalbtraum“ beschweren werden. Davon mal abgesehen, stelle ich es mir weder für die Mutter noch fürs Kind angenehmer vor, mit einer Zange oder einer Saugglocke geholt zu werden…
Wieso ist es für manche Frauen scheinbar das Maß aller Dinge, ihre Kinder mit eigener Kraft, unter stundenlangen Wehen, am besten auch noch ohne PDA, zur Welt gebracht zu haben? Warum können dann aber eben diese Frauen nicht ihr Geburtserlebnis einfach still genießen so wie ich meines genieße und auch anderen Entbindungsformen gegenüber tolerant sein, so wie ich es auch bin??? Geht mir nicht in den Kopf.

Und bevor jetzt wieder das Totschlag-Argument mit den Risiken fürs Kind kommt: Das stimmt so in der Form mittlerweile auch nicht mehr. Mein Frauenarzt (ein durchaus studierter Mensch und kein Wald-und-Wiesen-Doktor) sagt zum Beispiel, dass die Risiken bei einem GEPLANTEN Kaiserschnitt – und das ist eine Wunschsectio ja – fürs Kind geringer sind als bei einer normalen Geburt. Und mit dieser Meinung steht er sicherlich nicht alleine da, irgendwoher muss er sie ja haben.

Viele Grüße,
Ela
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  @ Tanja Ela+HeJa • 11.12.2009 [17:43]

  Oops, sorry, sollte eigentlich nach unten... Ela+HeJa • 11.12.2009 [17:44]

  @ Ela T@nj@ • 11.12.2009 [20:32]

  @ Ela Ela+HeJa • 11.12.2009 [21:33]

  @ Ela T@nj@ • 11.12.2009 [22:41]

  @ Ela Ela+HeJa • 11.12.2009 [23:01]

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