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OP-Schmerzen...Ok, aber dann?
Von: CaroBerlin • 16.09.2009 [18:07]
Hallo ihr alle,
Ich hab einige eurer Geschichten gelesen und bin dankbar hier auf Gleichgesinnte zu stoßen. Ich bin heute erst aus dem Krankenhaus entlassen worden. Genau vor einer Woche fing alles an und schon ist es wieder vorbei. Ich habe einen Test gemacht der mir meine schon gefühlte SS nur bestätigte. Mein Freund und ich haben uns so gefreut. Ich bin 25 und es war sogar erst der erste Monat in dem wir nicht mehr verhütet hatten. Mit dem Test kamen dann auch schon gleich die Schmerzen. Ich war sicher, dass es normal ist und mehr von meiner Psyche kommt. Andere müssen sich manchmal ja auch erstmal übergeben, wenn sie davon erfahren. Auch für die Schmierblutungen gab es immer die Erklärung das ist normal. Selbst die Schwester meiner FÄ sagte ich solle mich nur noch mal melden, wenn es schlimmer wird. Am Freitag der letzten Woche waren Schmerzen und Blutungen weg. Ich war so glücklich und sicher das Schmerzen und Blutungen eben dazu gehören. Meine Freundin war dennoch anderer Meinung. Sie machte sich große Sorgen und schickte mich zu meier FÄ. Nach der Untersuchung...Diagnose BHSS. Oh Gott ich bin noch auf dem Stuhl zusammen gebrochen. 1% der Frauen bekommen eine ELSS und nur bei 1% dieser Frauen handelt es sich um eine BHSS...und genau ich war die Glückliche? Ich wurde dann ins Krankenhaus eingewiesen. Bei der Untersuchung konnte man noch nichts sehen. Mein HCG (?) Wert sollte nun nach zwei Tagen noch mal gemessen werden um wirklich sicher zu sein was los ist. 48 lange Stunden auch ohne Blutungen und Schmerzen machten mir wieder Hoffnung...doch am Sonntag lag ich dann doch auf dem OP-Tisch. Ich hatte Glück mein Eileiter war noch nicht gerissen, aber mein ganzer Eileiter war voller Blut und dieses ist schon über den Trichter in meinen Bauchraum gelaufen. Wo genau sich das Ei befunden hat konnten sie nicht feststellen. Die Op-Schmerzen, die ganzen Nadeln und auch den Schlauch hab ich gut überstanden. Doch heute nachdem ich nach Hause gekommen bin merke ich das der seelische Schmerz nicht so leicht zu ertragen ist. Mein Gott...eigentlich ist es noch so so winzig und dennoch hat es in meinem Herzen schon einen so großen Platz eingenommen. Nun ist es weg und ich kann nichts tun als nur zu weinen. Im Krankenhaus merkt man das nicht, weil andauernd irgendjemand etwas von einem will und man sich nicht wie zu Hause damit auseinander setzten kann. Ich war nicht darauf vorbereitet, dass es mich so mitnehmen wird. Es hilft mir ein wenig hier eure Geschichten zu lesen, weil man sich dann nicht so alleine fühlt. Denn wir ihr schon sagt, die Freunde können es eben nicht so verstehen. Ich hoffe, dass auch der seelische Schmerz weniger wird und ich beim nächsten Mal nicht wieder auf dem OP-Tisch lande. Auf jeden Fall werde ich nicht aufgeben und das solltet ihr auch nicht. Es gibt auch Frauen die nach drei Fehlgeburten im 4. oder 5. Monat dann endlich ihr Baby im Arm halten konnten. Und spätestens dann weiss man, glaub ich, dass es sich gelohnt hat.
ganz liebe Grüße an alle, Caro.
OP-Schmerzen...Ok, aber dann?
• CaroBerlin • 16.09.2009 [18:07]
OP-Schmerzen...Ok, aber dann?
• KristinaUSA • 16.09.2009 [19:07]
OP-Schmerzen...Ok, aber dann?
• CaroBerlin • 16.09.2009 [21:09]
OP-Schmerzen...Ok, aber dann?
• KristinaUSA • 16.09.2009 [22:02]
OP-Schmerzen...Ok, aber dann?
• herzkirsche • 20.10.2009 [20:25]
