Mönchspfeffer - zur Zyklusregulierung

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer kann regulierend auf den Zyklus wirken

Mönchspfeffer (Agnus castus, Keuschlammstrauch) ist eine Pflanze aus der Familie der Verbenengewächse. In der Medizin finden die schwarzen Steinbeeren der Pflanze Verwendung. Sie haben ein pfefferartiges Aroma und enthalten unter anderem ätherische Öle und Flavonoide. In der Frauenheilkunde wird Mönchspfeffer häufig als pflanzliches Arzneimittel verwendet.


Was ist Mönchspfeffer?
Wie wirkt Mönchspfeffer und wann wird er angewendet?
Welche Nebenwirkungen kann die Einnahme von Mönchspfeffer haben?

Was ist Mönchspfeffer?

Es gilt als wirksames Mittel gegen das prämenstruelle Syndrom und wird daneben auch bei einem Kinderwunsch zur Zyklusregulierung eingesetzt. Der lateinische Name der Pflanze bedeutet keusch (castus) und Lamm (agnus) und gibt einen Hinweis auf die frühere Verwendung des Mönchspfeffers. Die Pflanze wurde zur Abschwächung des Geschlechtstriebs von Mönchen und Nonnen in einem Amulett getragen.


Wie wirkt Mönchspfeffer und wann wird er angewendet?

Mönchspfeffer wirkt auf die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und regt dort die Produktion des Gelbkörperhormons (Progesteron) an. Auf diese Weise unterstützt Mönchspfeffer die Schwangerschaft. Gleichzeitig senkt er hohe Prolaktinwerte, die die Entstehung einer Schwangerschaft behindern können. Daher gilt Mönchspfeffer als besonders wirksam bei Frauen, die wegen einer andauernden Stresssituation und der damit verbundenen hohen Prolaktinausschüttung ihres Körpers nicht schwanger werden können.

Bei manchen Frauen mit bestehendem Kinderwunsch beträgt die Zykluslänge weniger als 25 Tage (Polymenorrhoe), was auf eine verkürzte Gelbkörper- oder Follikelphase oder eine Stresssituation hinweist. Es ist daneben auch möglich, dass hormonelle Störungen eine komplette Eizellreifung mit nachfolgendem Eisprung verhindern. Bei einem verkürzten Zyklus kann die Einnahme von Mönchspfeffer sich regulierend auf das hormonelle Gleichgewicht auswirken.

Zu den Behandlungen der Reproduktionsmedizin stellt Mönchspfeffer unter bestimmten Voraussetzungen eine Alternative dar. Die Einnahme sollte jedoch zuvor mit einem Arzt abgeklärt werden.


Welche Nebenwirkungen kann die Einnahme von Mönchspfeffer haben?

Die pflanzliche Mönchspfeffer-Tinktur kann unerwünschte Nebenwirkungen haben, die in der Regel jedoch selten auftreten. Hierzu gehören:

  • Verstärkung psychischer Beschwerden
  • Sexuelle Unlust
  • Durchfall
  • Magenbeschwerden
  • Übelkeit
  • Juckender Hautausschlag



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Quellen:
Online-Informationen des Berufsverbands der Frauenärzte e.V., München und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Berlin: www.frauenaerzte-im-netz.de. (Stand: November 2008)
König, U. Wir wollen ein Baby. Von Mönchspfeffer bis In-vitro. Rowohlt, Reinbeck 2007
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin 2007

   
 

Autor: Jessica Schmid 
Letzte Änderung am: 15.07.2009