Geburtsrad
Für einen natürlichen Geburtsablauf ist die übliche Rückenlage im Bett ungünstig. Bei einer Gebärposition in aufrechter Haltung drückt das Gewicht von Baby, Fruchtwasser und Gebärmutter nach unten und trägt dazu bei, den Muttermund zu öffnen.
Im Hocken, Sitzen, Knien oder Stehen hat die Schwangere mehr Kraft zum Mitpressen. Der Druck der Uterusmuskulatur wirkt sich stärker aus, die Wehen sind effektiver und schieben das Baby schneller voran. Die aufrechte Gebärhaltung verbessert nicht nur die Atmung, sondern auch die Gebärmutter- und Plazentadurchblutung.
Zunehmend werden verschiedene Gebärmöglichkeiten in aufrechter Position (Gebärhocker, Gebärstuhl, Partoball, Geburtsseil) von den Frauen gewünscht.
Anfang der neunziger Jahre wurde in der Schweiz das Geburtsrad (Roma-Rad) entwickelt. Es ähnelt einer Wiege für Mutter und Kind. Die aufrechte Körperhaltung bei der Geburt im Geburtsrad unterstützt die aufrechte Gebärposition. Durch das Schweben und Wippen können die Frauen ihre Kraft ableiten und die bequemste Position für sich finden. Der Sitzteil gibt der Frau die gewünschte Bewegungsfreiheit (Beckenkreisen, Wippen, Schaukeln, Rückwärtslehnen etc.).

Das Geburtsrad hilft den
gebärenden Frauen, sich während der Wehen zu entspannen.
Sie können selbst bestimmen, wann sie stehen, sitzen oder
kauern wollen. Das alles ist auf dem Geburtsrad möglich.
Dank einer Fernsteuerung können sowohl die Frauen selbst wie auch die Hebammen das Rad in die bequemste Position bringen. Der Beckenboden ist zugänglich, die Sitzbeinhöcker sind gut abgestützt und die Oberschenkel liegen bequem auf. Die Lendenwirbelsäule und das Becken bilden einen beinahe geraden Geburtskanal, was das Zusammenspiel der Bauch- und Beckenmuskulatur begünstigt.
Die Position der Gebärenden erlaubt geburtshilfliche Tätigkeiten, wie vaginale Untersuchungen, Kardiotokographie, das Massieren des Dammes, den Dammschutz, den eventuell nötigen Dammschnitt und das nachträgliche Nähen. Auch operative Geburtsbeendingungen können problemlos durchgeführt werden.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
