Eröffnungsphase
Die Eröffnungsphase steht am Beginn der Entbindung. Eine Geburt lässt sich in verschiedene Phasen aufteilen. Der Übergang von der Phase der Vorwehen zu den eigentlichen Eröffnungswehen ist mitunter fließend. Dieses Stadium, die längste Phase der Geburt, kann von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen andauern.
"Jetzt aber in die Klinik"
Die Eröffnungsphase beginnt mit dem Einsetzen
regelmäßiger Wehen. Wenn die
Wehen in Abständen von zehn Minuten auftreten, wird es Zeit,
bei einer geplanten Klinikentbindung das Krankenhaus aufzusuchen.
Bei Ankunft im Krankenhaus wird überprüft, wie weit die
Eröffnungsphase fortgeschritten ist. Die Herztöne des
Kindes werden im Verhältnis zur Wehentätigkeit mit dem
CTG überprüft. Die Schwangere wird
rundum vermessen: Bauchumfang, Gewicht, Blutdruck,
Körpertemperatur - eventuell wird auch mit Ultraschall die Lage des Kindes
überprüft.
Bis zur Geburt kann es allerdings noch einige Stunden dauern. Je detaillierter die Gebärende über die Vorgänge während der Entbindung informiert ist, um so besser wird sie mit den auftretenden Wehenschmerzen zurecht kommen. Wenn allerdings während der Eröffnungsphase Angst und Verspannung im Vordergrund stehen, können in der Klinik Beruhigungsmittel und Schmerzmittel eingesetzt werden. Beruhigungs- und Schmerzmittel haben eine unterschiedlich lange Wirkungsdauer und mehr oder weniger starke Nebenwirkungen auf Mutter und Kind.
Während der Eröffnungsphase drückt das Kind ins Becken, der Gebärmutterhals verkürzt sich, bis er "verstrichen" ist. Der Muttermund beginnt sich zu öffnen. Zum Ende der Eröffnungsphase ist der Muttermund sieben bis acht Zentimeter eröffnet, das Kind liegt tief im Becken, die Wehen setzen im Abstand von ein bis drei Minuten ein: Die nächste Phase der Geburt, die Austreibungsphase, kann beginnen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
